Sport trotz Sehschwäche

Nur wegen einer Sehschwäche, möchte keiner auf Sport verzichten. Allerdings ist gutes Sehen wichtig, um beste Leistungen zu erbringen. Wer ohne Sehhilfe zum Sport geht, merkt das meist recht schnell. Zum Beispiel im Tennis wird der Ball nicht getroffen und dabei wurde die Technik doch so lange geübt. Nicht alle Sportarten sind ganz ohne Risiko zu betreiben, wenn beispielsweise eine Brille im Spiel ist. Durch die Bruchgefahr vom Glas stellen rasante Sportarten eine enorme Gefahr dar. Nicht jeder Sportler kann auf Kontaktlinsen ausweichen wegen beispielsweise zu trockener Augen.

Sportler können ihre Augen korrigieren lassen und dadurch je nach Sportart und Grad der Fehlsichtigkeit eine Leistungsverbesserung von 30 bis 70 Prozent erreichen. Auf welche Weise also am besten die Augen korrigieren? Mit einer Sportbrille? Mit Kontaktlisten? Oder eventuell mit einer OP?

Wer walken geht oder in das Fitnessstudio dürfte mit der klassischen Brille kaum Probleme haben. Wer skatet, Tennis oder Squash spielt, Kampfsport betreibt oder Fußball spielt, hat schon ein deutlich höheres Risiko. Die Brille kann kaputt gehen und nicht unerhebliche Verletzungen verursachen. Bei sämtlichen Wassersportarten, ob Schwimmen, Surfen oder Segeln wird die Sicht durch Wassertropfen enorm eingeschränkt. Hier wären Kontaktlinsen auf jeden Fall die deutlich bessere Wahl. Es gibt verschiedene Arten von Kontaktlinsen:

  • Weiche bzw. flexible Linsen
  • Harte bzw. formstabile Linsen

Sport mit Linsen

Sport mit Linsen

Sport mit Linsen

Die weichen Linsen gibt es in Austauschsystemen. Entweder im 4 Wochen Rhythmus oder als Tageslinse, die, wie der Name sagt, nur einmal getragen wird. Harte Linsen haben den Vorteil, dass sie leichter zu pflegen sind und auch länger halten. In der Regel sind sie achtzehn Monate nutzbar, wogegen weiche Linsen im Allgemeinen nur circa zwölf Monate halten. Dazu müssen die Augen bei harten Linsen weniger oft im Jahr kontrolliert werden. Allerdings ist die Gewöhnungszeit länger als bei den weichen Linsen.

Die Hornhaut der Augen braucht genau wie Muskeln Energie in Form von Glukose und für deren Verbrennung so viel Sauerstoff wie möglich. Harte Linsen bieten hier einen deutlichen Vorteil, da sie bis zu zehnmal mehr Sauerstoff durchlassen und nur ungefähr ein Drittel der Hornhautfläche bedecken. Der Stoffwechsel des Auges wird dadurch weniger beeinflusst, was ihren Einsatz auch bei Belastungen möglich macht, bei denen flexible Linsen zu Schäden am Auge führen würden. Harte Linsen schwimmen auf dem Auge durch den Tränenfilm. Weiche Linsen haften deutlich stärker am Auge, weswegen weiche Linsen weniger oft gesucht werden müssen, weil sie aus dem Auge gefallen sind. Besonders bei Sportarten mit ruckhaften Bewegungen, wie etwa beim Kampfsport, sind weiche Linsen besser geeignet.

In der Regel sind weiche Linsen angenehmer zu tragen und daher bei den meisten Sportlern die erste Wahl. Durch das Tauschsystem können sich weniger Fremdstoffe wie beispielsweise Staub an die Linsen heften und so weniger zu Reizungen der Augen führen. Viele Menschen haben allerdings zu trockene Augen, was das Tragen von Kontaktlinsen etwas erschwert. Die Augen müssen zwischendrin immer wieder mit Flüssigkeit benetzt werden. Welche Linsen die Richtigen sind, kann am besten in einem Gespräch mit dem Augenarzt geklärt werden.

Sportbrille statt der normalen Brille

Wer mit Brille zum Sport gehen möchte, sollte sich eine spezielle Sportbrille anfertigen lassen. Sie sitzt deutlich fester als eine herkömmliche Brille, ist weitgehend unfallsicher und bietet darüber hinaus eine bessere Rundumsicht. Sie lässt sich bei Sportarten wie Biken, Skaten, Squash, Tennis oder Hockey mit Linsen kombinieren und bietet einen guten Schutz fürs Auge gegen Zugwind, Steinschlag, den Ball oder Schläger. Bei lang andauernden Ausdauerbelastungen wie Marathon, Triathlon oder Skilanglauf ist eine Sportbrille mit Sehstärke die bessere Wahl. Dabei fallen die Linsen komplett weg.

Wer Angst um sein Outfit beim Sport hat, braucht sich keine Sorgen zu machen. Sportbrillen sind überaus modisch und bieten dabei den passenden Schutz für die Augen. Die herkömmliche Brille ist weniger geeignet, da sie leicht rutscht und dadurch ablenken kann. Sportbrillen sind in verschiedenen Tönungsgraden erhältlich und bieten damit auch gleich noch einen Schutz gegen die Sonne. Sportbrillen sind der perfekte Begleiter für viele Sportarten, bei Wassersportarten oder hektischen Mannschaftssportarten stoßen sie jedoch auch an ihre Grenzen.

Augenlasern als Alternative

Alternative Augenlasern

Augenlasern als Alternative

Wer komplett auf Brille oder Kontaktlinsen verzichten möchte, hat eigentlich nur noch die Option, sich die Augen Lasern zulassen. Ein ausführliches Gespräch mit einem Augenarzt gibt Aufschluss, ob eine Laser-Behandlung möglich ist. Erst eine genaue und gründliche Spezialuntersuchung gibt dann darüber Aufschluss, ob die Hornhaut dick genug ist. Je nach Dicke können Kurzsichtigkeiten meist bis max. -10 Dioptrien gelasert werden. Bei Weitsichtigkeit kommt es auf weitere individuelle Faktoren an, die das Lasern nicht möglich machen können. Spezialisierte Kliniken bieten dazu ärztliche Beratungsgespräche an. Allenfalls können auch Alternativen zum Augenlasern, wie z.B. implantierbare Kontaktlinsen, die man weder sieht noch spürt (ICL) in Frage kommen. Pro Auge dauert der Eingriff meist nur 15 Minuten und je nach Methode kann nach ungefähr 1–2 Wochen wieder leichter Sport getrieben werden. Natürlich kommt es immer auf den jeweiligen Patienten und den Heilungsverlauf an. Die volle Belastung sollte frühestens nach 2–4 Wochen wieder aufgenommen werden.

Ideale Augenlaser Methode für Sportler

Eine besonders schonende Form der Laserbehandlung ist die ReLEx smile Methode. Die minimalinvasive Behandlung erfolgt ganz ohne Excimerlaser nur mit dem sogenannten Femto Sekundenlaser. Die Vorteile der Schlüsselloch-Behandlung sind nicht von der Hand zu weisen. Die Methode ist besonders für Patienten mit trockenen Augen oder dünner Hornhaut geeignet. Die Hornhautstabilität bleibt besser erhalten und es wird 30% weniger Gewebe abgetragen. Die Sicht entwickelt sich in kurzer Zeit und die Heilung erfolgt völlig schmerzlos. ReLEx smile ist bei Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung möglich. Durch das Verfahren wird statt dem Flap nur ein winziger Schnitt gesetzt, was die Hornhaut schont, sie bleibt intakt und stabil. Daher kann bereits am nächsten Tag wieder ganz normal Sport getrieben werden. Sogar Fallschirmspringen wäre erlaubt. ReLEx smile gehört sicherlich zu den kostenintensivsten Methoden. Dafür bekommt man aber auch eine der besten Methoden, die zurzeit möglich sind.

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