Hausmittel bei Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung ist im wahrsten Sinne des Wortes eine brennende Angelegenheit. Brennender Schmerz beim Wasserlassen, häufiger Harndrang sowie zahlreiche andere Symptome erschweren den Alltag, wenn erst einmal eine Blasenentzündung eingetreten ist. Schnelle und wirksame Hilfe ist durchaus gewünscht und somit stellt sich immer wieder aufs Neue die Frage nach wirkungsvollen Hausmitteln. Doch welches hilft wirklich und lässt sich die Blasenentzündung überhaupt ohne ärztliche Betreuung behandeln?

Die Ursachen und Symptome einer Blasenentzündung

Um die Auswirkungen einer Blasenentzündung eindämmen und lindern zu können, gilt es zunächst zu verstehen, wie die Entzündung entsteht und welche Anzeichen klar als Symptom der Erkrankung verstanden werden können. Denn erst wenn man weiß, warum man sich unwohl fühlt, kann der Griff zum klassischen Hausmittel Schmerzlinderung bieten.

Die Ursachen einer Blasenentzündung sind an sich sehr einfach und doch immer wieder von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. In der Regel handelt es sich bei einer Blasenentzündung um eine bakterielle Infektion. Schädliche Bakterien, zum Beispiel Kolibakterien aus dem Darm dringen in den Harnleiter ein und führen dort zu einer Abwehrreaktion unsers Immunsystems. Wenn diese nicht erfolgreich ist, entsteht eine Entzündung, die als Blasenentzündung oder auch Zystitis bezeichnet wird.

Die Ursachen einer Blasenentzündung sind:

  • Eine bakterielle Infektion die zu einer Harnweginfektion führt.
  • Oftmals in der mangelnden Hygiene von öffentlichen Toiletten zu finden.

Sind die schädlichen Bakterien erst einmal eingedrungen und das Immunsystem ist nicht in der Lage die Infektion frühzeitig zu bekämpfen, entsteht ein Harnwegsinfekt, der mit starken Schmerzen und weiteren Symptomen einhergeht. Häufiger Harndrang und ein brennender Schmerz beim Wasserlassen sind die klassischen Anzeichen für eine bestehende Blasenentzündung. Doch auch Symptome wie ein schmerzhaftes Druckgefühl im Bereich der Blase sowie leichte Formen der Inkontinenz (Probleme damit den Harn halten zu können) können Anzeichen einer bestehenden Harnweginfektion sein.

Klassische Symptome eines Harnweginfektes sind:

  • Häufiger Harndrang / Häufiges Wasserlassen
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Leichte Formen der Inkontinenz
  • Druckschmerz im Bereich der Blase
  • Trübung des Urins
  • Blut im Urin (im Verlauf sehr akuter Blasenentzündungen)

Grundsätzlich gilt natürlich in jedem Fall einer Blasenentzündung, wenn die ersten Symptome eintreten, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Denn bakterielle Infekte können einen sehr gefährlichen Krankheitsverlauf auslösen und muss somit der Verdacht auf einen Harnwegsinfekt in jedem Fall von einem Arzt abgeklärt werden. Eine „Eigenbehandlung“ mittels Hausmittel und Selbstmedikation ist in jedem Fall nicht ratsam!

Wie stellt der Arzt die Diagnose Harnweginfekt?

Besteht ein Verdacht auf eine Blasenentzündung, ist der Gang zum Hausarzt unverzichtbar. Dieser kann anhand einer eingehenden Diagnose feststellen, ob es sich um einen Harnwegsinfekt handelt und wenn ja welche Bakterien zu diesem Infekt geführt haben. Diese Untersuchung beziehungsweise Ermittlung der Ursachen der Erkrankung ist wichtig, um eine zielführende Behandlung vornehmen zu können.

In der Regel erfolgt die Untersuchung in der Hausarztpraxis. Der Arzt untersucht den Patienten, erstellt anhand der Symptomatik eine Diagnose und beginnt dann meist eine auf Antibiotika basierende Therapie. In Fällen einer sehr akuten Erkrankung oder aber wenn die Antibiotika nicht anschlagen, kann es auch dazu kommen, dass ein Abstrich genommen wird, um die Bakterienart im Besonderen zu bestimmen und die Behandlung entsprechend anzupassen.

Neben der medikamentösen Behandlung, die in jedem Fall von einem Arzt begleitet werden sollte, gibt es natürlich so manche Hausmittel, dass die schlimmsten Auswirkungen der Entzündung einzudämmen vermag und zumindest kurzweilige Linderung der Leiden verspricht. Je nach Krankheitsverlauf ist es durchaus auch üblich, dass ein Arzt einige der folgenden Maßnahmen empfiehlt, um so den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen.

Welche Hausmittel können bei einer Blasenentzündung helfen?

Hausmittel gegen Blasenentzündung

Welche Hausmittel helfen wirklich?

Eine bakterielle Infektion wie eine Blasenentzündung wieder loszuwerden, das kann leider einige Tage dauern. Allem voran, wenn die Behandlung des Harnweginfektes mittels Antibiotika angestrebt wird, (in der Regel die übliche Behandlung einer solchen Erkrankung) braucht das Medikament einige Tage, um seine Wirkung zu entfalten. Gerade diese Tage sind dann die schlimmsten, weil die Schmerzen da sind und man nicht so recht weiß, was noch helfen kann. Hausmittel können hier die Therapie nachhaltig positiv beeinflussen und zumindest zeitweilige Schmerzlinderung verschaffen.

Richtig trinken als Vorbeugung und Therapieunterstützung

Um es erst gar nicht zu einer Blasenentzündung kommen zu lassen, kann richtiges Trinken durchaus wahre Wunder wirken. Denn wenn wir richtig trinken und vor allem das richtige trinken, unterstützen wir nachhaltig unseren Körper bei der Bekämpfung diverser Krankheitserreger. Allem voran das richtige Maß ist hierbei immer wieder ein entscheidendes Kriterium. Wer zu wenig trinkt, der muss seltener auf die Toilette und ebnet somit mitunter auch so manchem Bakterium den Weg den Harnleiter hinauf.

Gut 2 Liter Flüssigkeit sollte jeder Erwachsene am Tag trinken. Doch nicht nur die Menge ist entscheidend. Nein auch das, was wir trinken. Limonaden, Kaffee und zu viel Tee sind nicht die beste Wahl, wenn es gilt, gesund zu trinken. Stilles Wasser, gesunde Fruchtsäfte und selbst gemachte Gemüsesäfte sind weit empfehlenswerter, da sie den Körper nicht mit unnötig viel Zucker belasten und zudem viele Vitamine, Nährstoffe und Mineralstoffe liefern.

Empfehlenswerte Getränke sind:

  • Stilles Wasser / Leitungswasser
  • Säurearme Fruchtsäfte (am besten frisch gepresst)
  • Frisch zubereitete Gemüsesäfte
  • Diverse Teesorten (kein Schwarzer Tee!)

Wer also jeden Tag ausreichend trinkt und dabei noch achtet, was er trinkt, der wird mit einer durchaus hohen Wahrscheinlichkeit weniger schnell an einer Blasenentzündung erkranken. Zudem kann viel Trinken während der Behandlung helfen, die Schmerzen beim Wasserlassen nach und nach einzudämmen, da der Urin dank dem vielen Trinken nicht so konzentriert ist, wie wenn man weniger trinkt.

Die richtige Hygiene als Hausmittel gegen die Blasenentzündung

Wenngleich auch etwas ungewöhnlich ist, dieses Hausmittel in jedem Fall wichtig. Denn die richtige Genitalhygiene ist ein unverzichtbarer Tipp, wenn es gilt, die Blasenentzündung einzudämmen und die Heilung somit zu begünstigen. Regelmäßige Körperhygiene ist allgemein ein Muss für ein gesundes Leben, doch wenn Bakterien zu einer Harnwegsinfektion geführt haben, dann ist die Hygiene gleich doppelt so wichtig.

Die Körperpflege mit ph-neutralen Produkten sollte hierbei ebenso selbstverständlich sein, wie die regelmäßige Wäsche des Intimbereichs nach dem Wasserlassen. Denn nur so kann eine erneute Übertragung der Bakterien vermieden werden und die zudem die Ansteckungsgefahr durch Übertragung der Bakterien auf weitere Familienmitglieder eingedämmt werden.

Wärmekissen und Wärmeflasche gegen den Schmerz

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Ein weiteres wirklich empfehlenswertes Hausmittel bei Blasenentzündungen ist die Wärme gegen den Schmerz. Ein Wärmekissen, eine Wärmeflasche oder aber das gute alte Kirschkernkissen auf den Bauch gelegt, können die schlimmsten Auswüchse der Schmerzen zumindest kurzfristig lindern. Der Vorteil dieses natürlichen Hausmittels ist, dass nicht unnötig Medikamente konsumiert werden. Einfach die Wärmflasche auflegen, sich entspannt auf die Couch legen und versuchen ganz ruhig zu atmen. So lindert man den Schmerz ganz ohne Tabletten oder chemischer Hilfsmittel.

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