Erkältung: Schnupfen und Heiserkeit

Besonders im Herbst und Winter trifft es viele, die Nase läuft, der Hals kratzt, die Stimme versagt. Aber was kann man gegen Erkältung und Schnupfen machen? Die Erkältung ist eine Infektion der oberen Atemwege, die viele Symptome zur Folge haben kann, auch in sämtlichen Kombinationen. Dazu gehören Halsschmerzen (Pharyngitis), Schnupfen (Rhinitis), Husten (Bronchitis) und auch die Heiserkeit (im Rahmen einer Kehlkopfentzündung, sogenannte Laryngitis). Vor allem in Herbst und Winter tritt die Erkältung auf, dabei sind für Erwachsene zwei bis vier Infekte pro Jahr normal. Bei Kindern kann es im Jahr sogar zu acht bis zehn Mal zu Husten und Schnupfen kommen. Eine Erkältung verläuft dabei immer individuell, sie sollte aber nach drei bis sieben Tagen Dauer besser werden, wenn keine Komplikationen auftreten und innerhalb von zwei Wochen sollte sie komplett verschwunden sein. Abweichungen kann es natürlich immer geben.

Erkältung oder Schnupfen?

Fieber Anzeichen für eine echte GrippeErkältung

Fieber Hinweis für eine echte Grippe

Oft wird bei der Erkältung von einem grippalen Infekt gesprochen. Die Erkältung hat aber mit der echten Virusgrippe, der Influenza, nichts zu tun. Daher muss hier unterschieden werden. Die Abgrenzung ist leider nicht immer ganz einfach. Die Krankheitszeichen treten bei der Influenza meist ganz plötzlich auf. Gegenüber der normalen Erkältung sind Abgeschlagenheit und Müdigkeit deutlich ausgeprägter. Oft kommen starke Kopf- oder Gliederschmerzen dazu. Hohes Fieber, mindestens 38,5°C, oft über 40°C, ist ein Hinweis auf eine echte Grippe.

Wodurch kommt eine Erkältung?

Es gibt verschiedene Faktoren, die eine Erkältung begünstigen oder auslösen.

  • Kälte kann einen Schnupfen begünstigen
  • Auslöser ist eine Infektion mit Viren, oft mit Adeno-, Rhino-, Parainfluenza-, Coxsackie- und RS-Viren
  • Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion
  • Einatmen von ausgehusteten Erregern
  • Erreger gelangen über die Hände auf die Schleimhäute von Mund, Auge und Nase
  • Schwaches Immunsystem kann anfälliger für Erkältungen sein
  • Unterkühlung, Stress, Schlafmangel und Krankheiten, da sie das Immunsystem schwächen können
  • Enger Kontakt mit Erkrankten

Meist beginnt es mit einem leichten Kratzen oder Schmerzen im Hals. Dann können Husten, Schnupfen und Heiserkeit dazu kommen in fast jeder erdenklichen Kombination. Oft sind auch Kopfschmerzen mit von der Partie sowie Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Fieber mit über 38°C tritt bei akuten bakteriellen wie bei viralen Infekten auf. Es ist ein natürlicher Bestandteil der Abwehrreaktion. Das Fieber an sich selbst ist harmlos und kann den Infekt meist erfolgreich abwehren. Ein Mittel gegen Fieber ist in der Regel nicht nötig. Begleitende Beschwerden wie Kopf-, Gelenk- oder Muskelschmerzen können mit Medikamenten mit Wirkstoffen wie Paracetamol, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure therapiert werden.

Was kann die Erkältung für Folgen haben?

Ist das Immunsystem durch einen viralen Infekt geschwächt, kann zusätzlich im Verlauf der Erkrankung eine Infektion mit Bakterien dazukommen. Besonders erkältete Kinder bekommen manchmal eine Mittelohrentzündung mit Ohrenschmerzen. Weitere Komplikationen einer Erkältung sind Nasennebenhöhlen- sowie Lungenentzündungen. Letztere sind allerdings nicht auf die Erkältungs-Viren zurückzuführen, sondern meist auf eine zusätzliche bakterielle Infektion.

Wann ist ein Arztbesuch ratsam?

Erkältung Arztbesuch

Arztbesuch bei Erkältung in manchen Fällen notwendig

Nicht bei jeder Erkältung ist der Arztbesuch nötig. Es gibt jedoch ein paar Fälle, da sollte der Weg zum Arzt führen.

  • Bei hohem Fieber oder starker Abgeschlagenheit
  • Wenn eine offizielle Krankmeldung für den Arbeitgeber nötig ist
  • Wenn Atemnot auftritt, was auf eine Lungenentzündung hinweisen kann und eine rasche Behandlung erfordert
  • Fieber beim Säugling oder hohes Fieber bei Erwachsenen, über 39°C
  • Starke Hals- oder Ohrenschmerzen
  • Starke Schmerzen
  • Sehr müde und abgeschlagen
  • Keine Besserung der Beschwerden nach 7 Tagen
  • Husten oder Heiserkeit bestehen länger als 2 Wochen

Säuglinge und kleine Kinder sollten generell lieber früher als später dem Arzt vorgestellt werden. Es kann den Eltern auch helfen, sich am Zustand des Kindes zu orientieren. Wenn es sehr schlapp oder teilnahmslos ist oder Symptome bekommt, die nicht nur auf eine banale Erkältung hindeuten, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Schwangere sollten generell keine Medikamente einnehmen, auch keine pflanzlichen, wenn sie nicht mit dem Arzt oder Apotheker gesprochen haben oder im Beipackzettel genau deklariert ist, ob das Medikament für werdende Mütter geeignet ist.

Wie kann man seinen Körper bei einer Erkältung unterstützen?

Bei einer Erkältung ist es wichtig, viel zu trinken, um hartnäckigen Schleim zu lösen. Stilles Wasser oder mit Honig gesüßte Kräutertees eignen sich am besten dazu. Mit Ingwertee lässt sich das Immunsystem stärken. Eine ausreichende und ausgewogene Ernährung ist wichtig, um dem Körper alle lebensnotwendigen Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiße zu geben. Zink einnehmen kann helfen, da es an vielen Stoffwechselvorgängen des menschlichen Körpers beteiligt ist. Ein Erkältungsbad mit ätherischen Ölen entspannt und befreit die Atemwege. Damit die Schleimhäute nicht austrocknen und Viren leichteres Spiel haben, sollte trockene Heizungsluft vermieden werden. Dazu kann einfach eine Schale mit Wasser auf die Heizung gestellt werden, mit ein paar Tropfen von ätherischen Ölen. Zudem mehrmals täglich lüften, damit die Luft im Raum besser ist. Wer fieberfrei ist, sollte auch bei einer Erkältung Spaziergänge an der frischen Luft machen, sich dabei aber warm halten. Dem Körper Entspannung gönnen, Stress vermeiden. So bekommt er die nötige Kraft, den Viren erfolgreich den Kampf anzusagen.

Auf Sport sollte während der Erkältung verzichtet werden, da das den Körper nur zusätzlich belastet und schwächt. Mit dem Sport sollte erst wieder gestartet werden, wenn man mindestens zwei Tage fieberfrei ist, ohne Medikamente. Je nach Schwere der Erkrankung sollte die Pause auch einmal länger dauern. Das Training unter einer Pulskontrolle starten und zunächst auf jeden Fall lockere Grundlagenausdauer trainieren. Wer es nach der Krankheit zu schnell angeht und übertreibt, riskiert einen Rückfall, der oft noch viel schlimmer ist und gravierende Folgen haben kann. Eine Erkältung sollte komplett auskuriert sein. Wer mit einer Erkältung Sport treibt, kann eine gefährliche Herzmuskelentzündung riskieren.

Tipps um die Erkältung zu vermeiden

Um gesund zu bleiben, wenn alles um einen herum hustet und schnupft, kann man etwas tun. Seiner Gesundheit kann man mit ein paar kleinen Tricks helfen, ungeschoren davonzukommen. In der Schnupfensaison ist häufiges Händewaschen eine der besten Maßnahmen, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Wenn es möglich ist, sollte das Händeschütteln vermieden werden. Wichtig ist angemessen warme Kleidung, die so gewählt werden sollte, dass sie beim Betreten von warmen Häusern abgelegt werden kann. Durchnässung und kalte Füße gilt es zu vermeiden, beide können das Risiko für eine Erkältung steigern. Dennoch sollte eine regemäßige Bewegung an der frischen Luft erfolgen. Zusammen mit Wechselduschen und Saunagängen lässt sich das Immunsystem stärken und Infekten kann vorgebeugt werden.

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