6. SSW (Schwangerschaftswoche) – das Herz Ihres Babys pocht bereits

Ihr Körper beginnt sich zu verändern. Ihre Brüste sind schon praller geworden und Sie reagieren auf jede Berührung empfindlich? Herzlich Willkommen in der sechsten Schwangerschaftswoche! Ihr Baby ist nun vier Wochen altes wächst und gedeiht. Die 6. SSW ist ein guter Zeitpunkt für einen Besuch beim Frauenarzt. Am Ultraschall ist nun ein erbsengroßer schwarzer Punkt zu sehen und auch das Pochen des kleinen Herzens ist möglicherweise erkennbar.

Entwicklung des Embryos – wie groß ist das Baby bereits?

Der Embryo entwickelt sich nun mit riesen Schritten. Mittlerweile hat der Embryo ca. die Größe eines Reiskorns. Der Kopf nimmt menschliche Gestalt an, der Rückenstrang, der später die Wirbelsäule bildet und auch das Gehirn entwickelt sich. Dies ist eine wichtige Zeit für die Entwicklung Ihres Babys. Das Herz hat bereits begonnen zu schlagen. In dieser Woche beginnt sich das Neuralrohr zu schließen. Wenn sich das Neuralrohr nicht ordnungsgemäß schließt, ist meist ein Neuralrohrdefekt die Folge. Das kann eine leichte Beeinträchtigung, eine Behinderung oder sogar die Totgeburt des Kindes zur Folge haben. Dass die Hormone nun verrückt spielen, bekommen Sie besonders in dieser Zeit deutlich zu spüren. Bemerkbar macht sich dies durch diverse Beschwerden wie Übelkeit, Müdigkeit und Rückenschmerzen.

Was passiert mit dem Körper? Entwicklung der Mutter/ Beschwerden

Nach dem Befruchten der Eizelle setzt die Produktion der Schwangerschaftshormone ein. Erste Schwangerschaftsbeschwerden, wie die gefürchtete Müdigkeit am Morgen, machen sich bemerkbar. Bis zur 6 Schwangerschaftswoche hat sich Ihr Bauch vermutlich nicht verändert. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Bauch größer ist als normalerweise, kann das nur auf Verdauungsprobleme zurück zu führen sein. Ihr Baby hat nun nämlich erst die Größe eines Apfelkerns. Eine Vergrößerung Ihrer Gebärmutter ist nun aber bereits festzustellen. Auch psychische Belastung ist in dieser Zeit nichts Ungewöhnliches. Viele Schwangere sind besonders im ersten Drittel der Schwangerschaft mit der Gesamtsituation ein wenig überfordert und nutzen viel Zeit um nachzudenken.

Mit diesen Beschwerden haben Sie möglicherweise ab der 6 SSW zu kämpfen:

  • Verstopfung
  • Vermehrte Müdigkeit
  • Häufiger Harndrang

Ihr Verdauungstrakt arbeitet nun etwas langsamer, was zur Folge hat, dass dem Körper mehr Flüssigkeit entzogen wird. So kann es passieren, dass Sie schon bald unter Verstopfungen zu leiden haben. Denken Sie daran, dem Körper ausreichend Flüssigkeit zuzuführen.

Obwohl Sie ausreichend schlafen, fühlen Sie sich häufig Müde und niedergeschlagen – selbst nach einem Nickerchen? Das liegt daran, dass ein großer Teil Ihrer Energie nun von dem kleinen Menschlein in Ihrem Bauch beansprucht wird.Durch die erhöhte Durchblutung des Beckens und die Tatsache, dass die Nieren nun effizienter arbeiten, entsteht erhöhter Harndrang. Die positive Wirkung daran: Abfallstoffe werden schnell aus dem Körper hinaus transportiert.

Was ist bei der Ernährung in der Schwangerschaft zu beachten?

Erhöhter Kalorienbedarf besteht jetzt zwar noch nicht, eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist für Sie jetzt aber sehr wichtig. Da das ungeborene Kind über die Nabelschnur versorgt wird, muss die Mutter darauf achten, genügend Nährstoffe zu sich zu nehmen.

Jede Schwangerschaft verläuft sehr individuell. Während die einen Milchbrötchen mit Lachs essen, löst das bei anderen Übelkeit hervor. Die Geschmäcker bei schwangeren Frauen sind äußerst unterschiedlich. 11 bis 15kg werden Sie von jetzt an bis zum Ende Ihrer Schwangerschaft zunehmen.

Die Gelüste eine Schwangeren Frau sind manchmal nicht nachvollziehbar. Foto (c) bigstockphoto.com/174391045/olesiabilkie

Diese Nährstoffe brauchen Sie jetzt dringend:

  • Vitamine
  • Eiweiß
  • Mineralstoffe (ganz besonders: Folsäure, Jod und Eisen)

Besonders Folsäurehaltige Lebensmittel: Blattsalat, Blattspinat, Kohl, Broccoli, Obst, Nüsse, Eigelb etc. VegetarierInnen können getrost weiterhin auf Fleisch verzichten, solange sie genügend Milchprodukte alternativ dazu konsumieren. Alkohol ist, wenn Sie ihn nicht ohnehin längst verweigern, ab sofort tabu. Ausreichende Trinkzufuhr ist jetzt mindestens genauso wichtig wie die richtige Ernährung!

Diese Lebensmittel sollten Sie fortan meiden:

  • Roher Fisch, Meeresfrüchte und rohes Fleisch, rohe Eier, Leber
  • Fischarten: Heilbutt, Hecht, Schwertfisch, Thunfisch
  • Rohmilchprodukte und Weichkäse

 

Tipps gegen Übelkeit und Erbrechen

Gegen die hormonell bedingte Übelkeit in der Schwangerschaft und besonders am Morgen gibt es leider kein Allerheilsmittel. Doch es gibt einige grundlegende Tipps, die Ihnen dabei helfen, das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Diese Ratschläge sind leider nicht immer hilfreich. Jede Frau empfindet in der Schwangerschaft sehr individuell, Sie sollten daher für sich ausprobieren, was Ihnen gut tut.

  • Trinken Sie morgens eine Tasse Ingwertee – der hilft bei Übelkeit und Erbrechen
  • Essen Sie ein Stückchen kandierten Ingwer, wenn das Übelkeitsgefühl kommt
  • Achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung
  • Ausreichend Vitamine und Nährstoffe sind nun sehr wichtig für Sie und Ihr Kind
  • Nehmen Sie bereits vor dem Aufstehen ein kleines Frühstück zu sich
  • Nehmen Sie mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich
  • Wenn Sie viel erbrechen, sollten Sie salzige Nahrung zu sich nehmen
  • Die Flüssigkeitszufuhr ist jetzt wichtiger denn je
  • Wenn die Geburt in greifbare Nähe rückt sollten Sie 2-3x pro Woche Fisch essen
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