11. SSW (Schwangerschaftswoche) – das Schlimmste ist überstanden

Vielen Frauen ist in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ziemlich übel. Besonders in den ersten Wochen leistet der Körper einer schwangeren Frau Schwerstarbeit. Manchen Schwangeren ist nur morgens schlecht, oder nur dann, wenn Sie etwas Bestimmtes riechen. Oftmals gesellen sich auch Kopfschmerzen dazu, ausgelöst durch das Progesteron, das nun in erhöhter Dosis im Blut vorhanden ist. In der 11. Schwangerschaftswoche sollten Sie eigentlich bereits wissen, ob Sie ein Baby oder vielleicht sogar Zwillinge bekommen. Das Geschlecht kann man zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht eindeutig bestimmen. Das Risiko einer Fehlgeburt oder Anomalie des Babys ist nun bereits relativ gering.

Die Entwicklung der Mutter. Welche Beschwerden treten auf?

Am jetzigen Entwicklungsstand können Sie die Schwangerschaft nun doch noch ein wenig genießen. Viele Frauen haben ab der 11. Schwangerschaftswoche die klassischen Beschwerden, welche meist die gesamte Frühschwangerschaft begleiten, überwunden. Die Gewichtszunahme beträgt zu diesem Zeitpunkt im Normalfall ein bis drei Kilo.

Was passiert mit dem Körper?

Da sich Ihr Körper nun ein wenig an die Veränderungen der Schwangerschaft gewöhnt hat, wird es Ihnen fortan körperlich etwas besser gehen. Schwangerschaftsanzeichen wie Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen treten selten bis gar nicht mehr auf. Aufgrund des veränderten Blutdrucks kommt es häufig zu Schwindelgefühl und Mattheit. Schwindel und grundsätzliche Probleme mit dem Kreislauf sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt besprechen. Noch immer sind die Hormone für Ihre Beschwerden verantwortlich. Ausreichend Flüssigkeitszufuhr ist jetzt sehr wichtig. Die vermehrte Blutproduktion wird dafür sorgen, dass Sie durstiger sind als sonst.

Ziehen im Unterleib – woher kommt es?

Bei vermehrtem Ziehen im Unterleib in der 11. Schwangerschaftswoche handelt es sich in den meisten Fällen um den Dehnungsschmerz, der durch das Gewicht, das auf Sehnen und Bändern lastet, entsteht. Wenn zusätzlich Blutungen und starke Bauchschmerzen auftreten, sollten Sie umgehend einen Arzt darüber informieren.

Gesunde Ernährung und Bewegung sind jetzt sehr wichtig

Schwangere Frau macht gewagte Gymnastikübung.

Es gibt zahlreiche Sportarten, die Sie auch mit einem Schwangerschaftsbauch ausführen können. Foto (c) bigstockphoto.com/135562859/fizkes

Wenn es mit dem Kinderwunsch geklappt hat und Sie endlich schwanger sind, sollten Sie ganz besonders auf Ihren Körper achten. Bis zur Geburt haben Sie noch viel Zeit um sich körperlich und seelisch auf diesen wichtigen Tag vorzubereiten. Diese sollten Sie nutzen.

Hier finden Sie Tipps für die Schwangerschaft:

  • Folsäurehaltige Ernährung ist nun wichtig für Sie
  • Ausreichend Bewegung – diese Sportarten eignen sich für schwangere Frauen: Gymnastik, Schwimmen, Fahrrad fahren und Wandern
  • Durch regelmäßige Bewegung verhindern sie vermehrte Gewichtszunahme und können Schwangerschaftsdiabetes vorbeugend entgegenwirken
  • Geburtsvorbereitungskurs – informieren Sie sich über die Geburt und erfahren Sie von anderen Müttern was in der Schwangerschaft und bei der Geburt alles auf Sie zukommt
  • Besorgen Sie sich Literatur zu folgenden Themen: Familie, Baby, Geburt etc.

Die Entwicklung des Fötus: Wie groß ist das Baby/ der Fötus?

In der 11. SSW ist das Baby etwa 3 bis 4 Zentimeter groß. Das Herz Ihres Babys schlägt mit 120 bis 160 Schlägen pro Minute – also doppelt so schnell, wie das eines Erwachsenen. In dieser Woche entsteht beim Fötus das sogenannte „Lanugohaar“. Die feinen Härchen auf der Haut, welche ebenfalls dicker geworden ist, dienen dem Schutz des Kindes. Unterm Zahnfleisch bilden sich bereits Zahnknospen. Finger und Zehen sind vollständig voneinander getrennt und es wachsen auch schon Nägel.

Wird es ein Junge oder ein Mädchen?

Die inneren Geschlechtsorgane sind nun sowohl bei Jungen als auch Mädchen angelegt und auch die äußeren Geschlechtsorgane kann man mit ein wenig Glück am Ultraschall erkennen. Nun können Sie also feststellen, ob Sie sich mit blauer oder rosa Babykleidung eindecken sollen. Es ist zwar leichter gesagt als getan aber wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, warten Sie besser noch bis Woche 14. Dann ist das Ergebnis schon wesentlich eindeutiger.

Haben Sie eigentlich gewusst, dass der Vater dafür verantwortlich ist, welches Geschlecht Ihr Baby hat?! Die Eizelle mit dem X-Chromosom verbindet sich mit dem Spermium, das entweder ein X- oder Y-Chromosom enthält. Obwohl bereits bei der Befruchtung feststeht, welches Geschlecht Ihr Baby haben wird, kann der Arzt erst ab der 13. Schwangerschaftswoche zu 80 Prozent sicher sagen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Üblicherweise erfahren die werdenden Eltern bei der zweiten Ultraschalluntersuchung ob ihr Kind ein Mädchen oder ein Junge ist. Grundsätzlich ist es ab der 19. Schwangerschaftswoche sicher bestimmbar.

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