Zahnspange – Fakten und Informationen zur Zahnregulierung

Schöne und gesunde Zähne, sie sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil des modernen Schönheitsideals, sondern auch eine wichtige Grundlage eines wirklich gesunden Lebens. Denn unsere Zähne sind nicht nur für die Ernährung wichtig, nein auch die allgemeine Gesundheit ist nicht selten von der Zahngesundheit abhängig. Karies und Zahnfleischerkrankungen können unserem Körper zusetzen und Zahnfehlstellungen einen gesunden Alltag erschweren. Kommt es also zu einer Fehlstellung im Gebiss ist es nötig, diese zu korrigieren und nicht selten geschieht dies mithilfe einer sogenannten Zahnspange.

Die Zahnspange – Korrektur bestehender Zahn- und Kieferfehlstellungen

Zahnspange – Korrektur bestehender Zahn- und Kieferfehlstellungen

Zahnspangen korregieren Fehlstellungen an den Zähnen und am Kiefer.
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Die gute alte Zahnspange, wir kennen sie alle. Für so manches Kind ist sie ein leidiges Übel, dass die Kindheit schwerer macht, als sie so manches Mal ohnehin schon ist und für so manchen Erwachsenen ist sie die letzte Chance auf gerade und schöne Zähne. Denn immer dann, wenn die Zähne eine Fehlstellung entwickeln – was zumeist bereits in der frühen Kindheit der Fall ist – ist eine zahnmedizinische Korrektur eben dieser Fehlstellung nötig um ein gesundes und uneingeschränktes Leben wieder möglich zu machen.

Die Zahnspange ist:

  • Ein Gerät der kieferorthopädischen Medizin.
  • Ein Mittel um Zahnfehlstellungen zu behandeln.
  • Eine kieferorthopädische Notwendigkeit um die Folgen von Zahnfehlstellungen zu vermeiden / reduzieren

Der Begriff Zahnregulierung bezeichnet somit jenes zahnmedizinische Gerät, welches im Zuge einer kieferorthopädischen Behandlung maßgeblich dafür Sorge trägt, dass bestehende Fehlstellungen einzelner Zähne oder ganzer Zahnreihen reguliert werden können. Aus diesem Grund spricht der Zahnarzt oder Kieferorthopäde auch nicht von einer Zahnspange, sondern von einer medizinischen Zahnregulierung und eben diese kann auf unterschiedlichste Art und Weise erfolgen.

Welche Arten von Zahnspangen gibt es?

Je nachdem welche Form und Ausprägung einer Kiefer- oder Zahnfehlstellung besteht, gilt es im Zuge einer umfassenden Behandlung durch den Facharzt die passende Form der Zahnregulierung zu finden. Grundsätzlich stehen hierfür zwei unterschiedliche Varianten zur Auswahl, die Zahnregulierung durch die sogenannte abnehmbare oder die Regulierung durch eine festsitzende Zahnspange.

Abnehmbare / herausnehmbare Zahnspangen

Eine der mit Abstand vielseitigsten und sicherlich auch häufigsten genutzten Formen der Zahnregulierung wird durch eine abnehmbare oder herausnehmbare Zahnspange ermöglicht. Vorteil dieser Zahnspangenart ist klar die Tatsache, dass der Patient die Zahnspange selbstständig einsetzen und herausnehmen kann. Zudem ist das tägliche Zähneputzen sowie Reinigen der Zahnspange leichter möglich, als im Falle sogenannter Brackets. Nachteil dieser Form der Zahnregulierung ist, das sie meist nicht bei allen Arten von Zahnfehlstellungen eine sichtbare Wirkung erzeugt, weswegen die klassische herausnehmbare Zahnspange auch nur für die Behandlung leichter Formen der Zahnfehlstellung herangezogen wird.

Brackets – festsitzende Zahnspangen

Im Falle von einer sehr ausgeprägten Zahnfehlstellung werden sogenannte Brackets – festsitzende Zahnspangen – zur Zahnregulierung eingesetzt. Diese müssen vom Zahnarzt im Zuge einer Behandlung eingesetzt und fixiert werden und können im Anschluss auch nicht vom Patienten entfernt werden. Obgleich im Alltag mit einigen Nachteilen behaftet, ermöglichen Brackets in der Regel ein sehr gutes Behandlungsergebnis und dank moderner Zahnmedizin sind festsitzende Zahnspangen längst nicht mehr zwingend unangenehm zu tragen oder auf den ersten Blick sichtbar.

Wann kommen Zahnspangen zum Einsatz?

Wann kommen Zahnspangen zum Einsatz?

Zahnspangen dienen zur Kieferorthopädischen Regulierung von Zahnfehlstellungen.
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Eine Zahnregulierung und somit eine Zahnspange nur dann nötig, wenn eine medizinische oder ästhetische Notwendigkeit vorhanden ist. Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn einzelne Zähne oder Zahnreihen ungerade oder gar versetzt gewachsen sind und sich somit eine funktionelle Störung ergeben hat. Doch auch aus rein ästhetischen Gründen kann die Zahnspange zur Zahnregulierung genutzt werden. Hierbei sind es meist einzelne Zähne, die etwas aus der Zahnreihe hervorstehen und so das Gesamterscheinungsbild trüben.

Eine Zahnregulierung kann nötig sein wenn:

  • Eine Zahnfehlstellung eingetreten ist.
  • Eine Kieferfehlstellung eingetreten ist.
  • Durch die Fehlstellungen sogenannte funktionelle Störungen eintreten.
  • Das ästhetische Bild (äußere Erscheinung) negativ beeinflusst wird.
  • Die tägliche Mundhygiene durch die Zahnfehlstellung nur noch eingeschränkt möglich ist.

Allem voran, wenn die Zahn- oder Kieferfehlstellung zur Beeinträchtigung des Sprechens, Atmens, Kauens oder der Mundhygiene werden oder aber gar die tägliche Mundhygiene nur noch eingeschränkt möglich ist, sollte unbedingt unverzüglich eine Zahnregulierung erfolgen. Denn nur so lassen sich die zum Teil sehr fatalen Folgen der Fehlstellung aushebeln und die Gesundheit des Patienten wieder gewährleisten.

Wie lange muss eine Zahnspange getragen werden?

Ist der Bedarf an einer Zahnregulierung gegeben, stellt sich oftmals für den Patienten oder dessen direktes Umfeld eine entscheidende Frage. Wie lange muss die Zahnspange getragen werden und wann wird die Behandlung erfolgreich abgeschlossen sein.

Grundsätzlich kann diese Frage leider nicht pauschal beantwortet werden. Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Behandlung einer Kiefer- oder Zahnfehlstellung und beeinflussen somit auch jene Zeitspanne, über die die Spange getragen werden muss. Zu eben jenen Faktoren zählen mitunter:

  • Das Ausmaß der Fehlstellung
  • Die Art der Fehlstellung
  • Das Alter des Patienten
  • Die Art der Regulierung sowie deren Passgenauigkeit
  • Die Mitarbeit des Patienten (allem voran bei herausnehmbaren Spangen)
  • Individuelle Besonderheiten und Faktoren

Zumeist ist es selbst dem behandelnden Arzt nur schwer möglich, zu Beginn der Behandlung exakte Angaben hinsichtlich der Behandlungsdauer zu geben. Denn wie bei vielen anderen medizinischen Behandlungen ist kein Körper wie der andere und auch individuelle Aspekte wie die Mitarbeit des Patienten und dessen Bemühungen die Behandlung zu fördern beeinflussen die Behandlungszeit an sich. Jedoch kann ein erfahrener Kieferorthopäde in jedem Fall allgemeine Aussagen zur Behandlung und deren Verlauf tätigen und somit eine Prognose über die Behandlungszeit treffen. Letztlich lässt sich die Behandlungsdauer also in manchen Fällen durchaus verkürzen, zumindest dann, wenn der Patient genau das tut, was der Arzt ihm nahe legt und so die bestmögliche Behandlungsgrundlage schafft.

Welche Risiken sind mit der Zahnregulierung verbunden?

Obgleich die Zahnregulierung an sich eine Behandlungsform darstellt, die mit Recht als routinierte und standardmäßige Zahnbehandlung angesehen werden kann, müssen auch im Zuge dieser zahnmedizinischen Behandlung gewisse Risiken beachtet werden, um so den Behandlungsverlauf bestmöglich einschätzen und unterstützen zu können.

Mögliche Risiken einer Zahnregulierung sind:

  • Eine erhöhte Empfindlichkeit der Zähne
  • Entzündungen, Wucherungen und Rückbildungen des Zahnfleisches
  • Schäden am Zahnschmelz nach der Entfernung der Brackets
  • Zahnwurzelverkürzungen
  • Entkalkungsflecken an den Zahnoberflächen

Allem voran in Verbindung mit sogenannten Brackets ist es unverzichtbar, die tägliche Mundhygiene mit großer Sorgfalt zu betreiben, da ansonsten durch in den Brackets verbleibenden Speiseresten das Kariesrisiko enorm ansteigen kann. Doch auch nicht korrekt angepasste Zahnspangen können ein Risiko darstellen. Eine schmerzhafte Empfindlichkeit der Zähne, eine Rückbildung oder Entzündung des Zahnfleisches aber auch sogenannte Wurzelverkürzungen können im Zuge einer Zahnregulierung eintreten und sind zumeist die Folge einer nicht vollständig angepassten Zahnspange.

Grundsätzlich gilt für alle Risiken und Nebenwirkungen der Zahnregulierung, dass diese zu einer Anpassung der Behandlungsform führen müssen, um die zum Teil sehr schmerzhaften Nebenwirkungen zeitnah behandeln und die eigentliche Behandlung erfolgreich fortführen zu können. Treten Nebenwirkungen der Zahnregulierung auf, gilt es somit umgehend den behandelnden Arzt aufzusuchen und diese schnellstmöglich behandeln zu lassen.

Vorsorge statt Behandlung – so können Zahnfehlstellungen vermieden werden!

Zahnhygiene bei Kindern

Die richtige Zahnhygiene bei Kindern kann Zahnfehlstellungen vorbeugen.
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In der heutigen Zeit gilt die Zahnregulierung mittels Zahnspangen als durchaus routinierte und standardmäßige Behandlungsform von diversen Fehlstellungen der Zähne oder des Kiefers. Doch warum immer erst den Behandlungsbedarf aufkommen lassen? Bei frühzeitiger Behandlung oder aber einer vorausschauenden Körperpflege ist es durchaus möglich, Zahnfehlstellungen zu vermeiden.

Denn gerade im Kindesalter lassen sich zahlreiche Formen einer Zahnfehlstellung frühzeitig vermeiden oder aber erkennen. Das Wachstum der Zähne ist hierbei der Schlüssel zur Vorsorge. Regelmäßige Kontrollen, eine von Kinderbeinen an ordentlich getätigte Mundhygiene und natürlich eine gesunde Lebensweise mit gesunder Ernährung können so manche Fehlstellung der Milchzähne – die schließlich zu einer dauerhaften Gebissfehlstellung führen kann – vermeiden. Immerhin zählen zu den häufigsten Ursachen für eine Zahnfehlstellung:

  • sogenannte Habits
  • der frühzeitige Verlust der Milchzähne

Will man also eine Zahnfehlstellung bei Kindern vermeiden, so sollte man tunlichst darauf achten, dass die Milchzähne nicht frühzeitig aufgrund mangelnder Zahnhygiene verloren gehen und somit die nachwachsenden Zähne nicht mehr ausreichend Platz haben, um in einer korrekten Stellung nachzuwachsen. So erhält der kindliche Kiefer die Möglichkeit sich richtig auszubilden und man kann womöglich den späteren Einsatz einer teuren Zahnspange für das Kind vermeiden.

weiterführende informationen

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