Zahnarztangst: Angst vor der Zahnbehandlung?

Wer gesund durch den Alltag gehen möchte, der will nicht nur kraftvoll in einen Apfel beißen können, sondern eben auch ohne Schmerzen den Alltag genießen. So stellen gesunde Zähne eine wichtige Grundlage für ein wahrlich gesundes Leben dar. Doch die Angst vor dem Zahnarzt ist weit verbreitet und schlechte Zähne führen letztlich nicht nur dazu, dass man nicht mehr richtig essen kann. Nein die Folgen einer Zahnarztangst sind weit umfangreicher und so suchen Tag für Tag zahlreiche Menschen nach einem Ausweg aus ihrer Zahnarztphobie.

Die Angst vor dem Zahnarzt – ein fataler Teufelskreis für die Gesundheit

Von Kinderbeinen an lernen wir, dass wir zwei Mal im Jahr zum Zahnarzt gehen müssen, um unsere Zähne gesund und stark zu erhalten. Für die meisten Menschen ist dieser Routinebesuch in der Zahnarztpraxis auch kein Problem. Man geht hin, man lässt den regelmäßigen Check machen, nutzt vielleicht noch die Möglichkeit der Mundhygienebehandlung und schon ist alles wieder beim Besten und der nächste Termin steht erst in sechs Monaten wieder an.

Doch wenn, aus welchem Grund auch immer, eine sogenannte Zahnarztangst aufkommt, dann ist der Routinebesuch beim Zahnarzt mit einem Mal eine schier unüberwindbare Hürde.

Ursachen für eine Zahnbehandlungsphobie können sein:

  • Eine schmerzhafte Zahnbehandlung in der Vergangenheit
  • Eine schlechte Zahngesundheit und deren vielschichtige Folgen
  • Negative Erfahrungen mit Zahnärzten oder deren Assistenten

Oftmals beginnt es mit einer einzelnen Behandlung. Obwohl der behandelnde Arzt zusicherte, dass die Behandlung schmerzfrei sein würde, treten Schmerzen auf und mit einem Mal beginnt die Angst vor dem nächsten Zahnarztbesuch. Die Gründe hierfür sind oftmals weit gestreut. Mal sind es die Schmerzen an sich gewesen, die Angst aufkommen lassen. Ein anderes Mal ist es schlicht weg das fehlende Vertrauen.

Mögliche Folgen einer Zahnarztangst können sein:

  • Eine nachhaltige Verschlechterung der Zahngesundheit
  • Eine nachhaltige Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes
  • Schmerzen und zahlreiche Anzeichen körperlichen Unwohlseins
  • Enorme Kosten für die Behebung der Missstände (Zahnersatz etc.)

Doch ganz egal warum eine Angst vor dem Zahnarzt aufkommt. Die Folgen sind weitreichend und fatal. Mangelnde Pflege und die Verweigerung von wichtigen Behandlungen führen nach und nach zu einer nachhaltigen und umfassenden Verschlechterung der Gesundheit. Nicht nur Zähne sind betroffen, auch weiterführende Krankheitsbilder können auftreten und am Ende steht eine sehr kostenintensive Behandlung, die oftmals nicht mehr umfassend von den Krankenkassen getragen wird.

Angst vor dem Zahnarzt zu haben, ist kein Grund sich zu schämen!

Angstpatient

Angstpatient

Doch was können Betroffene tun, um ihre Angst vor dem Zahnarzt zu lindern und so endlich die dringend nötigen Behandlungen vornehmen zu lassen? Eine Frage die viele Betroffene, aber auch deren Angehörige quält und die leider nicht immer mithilfe einer einfachen Lösung beantwortet werden kann.

Grundsätzlich gibt es nicht den einen Weg, der die Angst vor den Zahnarzt schwinden lässt. Individuelle Aspekte wie die Gründe der Angst sowie persönliche Lebensumstände beeinflussen die möglichen Wege aus der Phobie. Angstpatienten sollten sich zunächst ihre Angst eingestehen und erkennen, dass diese kein Grund für Scham ist. Jeder Mensch hat Ängste und wer sich seiner Angst stellt, der muss sich nicht schämen, nein der darf mit Recht stolz auf sich sein!

Hat man diesen Punkt erst einmal erreicht, ist man bereits auf einem guten Weg zurück zu einem gesunden Leben ohne Zahnschmerzen. Denn es gibt unterschiedliche Wege aus der Zahnarztphobie und diese sollten zumindest in Betracht gezogen werden, um so endlich wieder gesund und vital durchs Leben gehen zu können.

Wie kann man die Zahnarztangst überwinden?

Es gibt nicht den einen Weg aus der Angst vor der nächsten Zahnarztbehandlung. Dies mag für Angstpatienten eine bittere Erkenntnis sein, doch sie ist leider wahr. Doch es gibt eine breite Vielfalt an möglichen Behandlungsansätzen, die es möglich machen gleichermaßen die Zahnarztphobie, wie auch deren Folgen zu behandeln.

Aus der breiten Palette an möglichen Ansätzen sind es immer wieder einzelne, die sich in der Praxis als überaus effektiv und wirkungsvoll erweisen. Zu eben diesen Behandlungsansätzen zählen:

  • Die Behandlung des Patienten durch besonders ausgebildete Zahnärzte.
  • Die Behandlung in Vollnarkose oder Sedierung (zum Beispiel Dämmerschlaf).
  • Die Behandlung unter Zuhilfenahme von Hypnose und beruhigenden Medikamenten.
  • Eine Kombination aus Zahnbehandlung und zeitgleich erfolgter Angsttherapie .

Doch natürlich sind diese Möglichkeiten letztlich nur Überbegriffe für die weitreichenden Behandlungsansätze, die nötig sind, um eine ausgewachsene Zahnarztphobie nachhaltig zu behandeln und zeitgleich die Zahngesundheit wieder herzustellen. Einzelne Behandlungsmaßnahmen können niemals pauschal benannt werden und so ist eine Behandlung in Vollnarkose ebenso wenig eine nachhaltige Lösung des Problems wir eine Angsttherapie für sich alleinstehend die gesundheitlichen Mängel beheben könnte.

Nur im Zuge einer eingehenden Diagnose können die bestehenden medizinischen Probleme ermittelt und ein Behandlungsplan erstellt werden. Natürlich muss die Angst des Patienten hierbei immer beachtet werden, um so einen zielführenden Behandlungsansatz zu finden. Auf Angstpatienten spezialisierte Zahnärzte wissen um diese Besonderheit und ermöglichen so ein hohes Maß an Wohlbefinden und Komfort in ihren Ordinationen, um die bestehende Angst nach und nach abzubauen.

Der richtige Zahnarzt für Angstpatienten – weil es wichtig ist, die Angst ernst zu nehmen!

kompetenter Zahnarzt gegen Zahnarztangst

kompetenter Zahnarzt gegen Zahnarztangst

Der erste und sicherlich auch wichtigste Schritt um eine Zahnarztphobie zu überwinden, ist es einen kompetenten Zahnarzt zu finden. Nicht jeder Zahnarzt ist vertraut mit den komplexen Problemen, die eine Zahnarztangst mit sich bringt. Allem voran ältere Zahnärzte verstehen nur selten, wie belastend eine solche Angst für den Patienten sein kann.

Die Spezialisierung auf Angstpatienten ist zum Glück längst weit verbreitet und so müssen Angstpatienten längst nicht mehr Vorwürfe oder missbilligende Blicke fürchten, wenn sie endlich den Mut gefunden haben und einen Zahnarzt aufsuchen. Im Gegenteil, zahlreiche Zahnärzte haben sich gezielt auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisiert und bieten somit alles, was es braucht, um die Angst endlich erfolgreich zu bekämpfen.

Spezialisierte Zahnärzte helfen die Zahnarztangst zu überwinden in dem:

  • Sie sich auf die Behandlung von Angstpatienten gezielt spezialisiert haben.
  • Sie die Angst des Patienten sowie deren Ursachen respektieren und nicht verurteilen.
  • Sie bewusst auf die Bedürfnisse ihrer Patienten eingehen und so ein vertrauensvolles Behandlungsumfeld schaffen.

Ein Zahnarzt, der sich auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisiert hat, weiß um die nicht selten jahrelangen Martyrien seiner Patienten. Die Angst wir ernst genommen, sie ist nicht mehr eine einfache Ausrede, sondern ein schwerwiegender Grund für gesundheitliche Probleme. Allein dieses Verständnis schafft bereits eine gute Grundlage für die Bekämpfung der Angst und die nötige zahnärztliche Behandlung.

Doch die soziale Kompetenz eines Arztes und seiner Mitarbeiter alleine ist nicht entscheidend, wenn es gilt, die Phobie an sich zu bekämpfen. Auch die angewandten Behandlungsmethoden sind ein wichtiger Aspekt im Zuge einer Zahnbehandlung bei Patienten mit Zahnarztangst.

Schmerzfreie Zahnbehandlung dank Vollnarkose oder Dämmerschlaf?

Eine der wohl am häufigsten genutzten Möglichkeiten eine Zahnbehandlung bei Angstpatienten schonend und zielführend durchzuführen, ist die Behandlung im Dämmerschlaf oder im Zuge einer Vollnarkose. Viele Angstpatienten entscheiden sich bewusst für diese Form der Zahnbehandlung, da diese den Vorteil bietet, die Behandlung nicht bei vollem Bewusstsein erleben zu müssen.

So vielversprechend eine Behandlung in Narkose oder Dämmerschlaf für Betroffene einer Zahnarztphobie auch wirken mag, nicht immer sollte diese Form der Zahnbehandlung gewählt werden. Allem voran die Risiken einer Vollnarkose dürfen niemals unterschätzt werden und braucht es zudem auch die gesundheitlichen Voraussetzungen um diese Form der Zahnbehandlung ermöglichen zu können.

Die Zahnbehandlung in Vollnarkose oder Dämmerschlaf:

  • Ist eine für den Patienten schmerzfreie Zahnbehandlung.
  • Ermöglicht dem Patienten eine Zahnbehandlung die nicht bewusst erlebt werden muss.
  • Birgt die klassischen Risiken einer medizinischen Behandlung in Narkose.
  • Ist eine teure Behandlungsform die nicht zur Gänze von den Krankenkassen getragen wird.
  • Sollte aufgrund der Risiken nur bei umfassendem Behandlungsbedarf genutzt werden.

Grundsätzlich raten erfahrene Zahnärzte ihren Patienten nur dann zu einer Behandlung unter Narkose oder im Dämmerschlaf, wenn der Behandlungsbedarf sehr groß ist und abzusehen ist, dass der Patient mit vielen Behandlungen ohne Narkose überfordert wäre. So wird also kein vertrauenswürdiger Arzt eine einzelne Behandlung (zum Beispiel eine Wurzelbehandlung) unter Vollnarkose oder Dämmerschlaf durchführen. Grund hierfür sind die enormen Belastungen der Narkose für den Körper und die anfallenden Kosten.

Was kostet eine Zahnbehandlung in Vollnarkose?

Zahnbehandlung mit Vollnarkose

Zahnbehandlung mit Vollnarkose

Neben den gesundheitlichen Risiken einer Behandlung in Vollnarkose sind es immer wieder die hohen Kosten, die diesen Behandlungsansatz unmöglich werden lassen. Zum einen kann eine Zahnbehandlung in Vollnarkose nicht in jeder Ordination durchgeführt werden, zum anderen sind die anfallenden Kosten sehr weitschichtig. Neben den allgemeinen Behandlungskosten müssen die Kosten für die Narkose sowie den Anästhesisten getragen werden.

Die Kosten einer Vollnarkose:

  • Werden basierend auf der Dauer des Eingriffes errechnet.
  • Beginnen bei ca. 400,00 Euro je Behandlung.
  • Werden nicht von gesetzlichen Krankenkassen getragen.
  • Können ggf. von privaten Krankenversicherungen getragen werden.

Ähnlich verhält es sich mit Eingriffen im Dämmerschlaf. Auch hierbei ist die Anwesenheit eines Anästhesisten zwingend erforderlich und die Kosten der Zahnbehandlung steigen entsprechend. Jedoch ist die Zahnbehandlung im Dämmerschlaf im direkten Vergleich mit einer Behandlung in Vollnarkose spürbar günstiger.

Ohne Angst beim Zahnarzt dank Hypnose oder beruhigenden Medikamenten?

Ein Besuch beim Zahnarzt ist für Angstpatienten in erster Linie eine emotionale Belastung. Die Angst vor möglichen Schmerzen, die vielen Sinneseindrücke die aus einem einfachen Unwohlsein schnell einmal eine Art Panik entstehen lassen, sind es letztlich, welche die Zahnbehandlung zu einem Martyrium machen.

Nicht immer muss eine Vollnarkose diese Einflüsse eindämmen und so die Behandlung möglich machen. Oftmals reichen bereits einfachste Methoden, die dank dem stetig steigenden Bewusstsein um die Bedürfnisse eines Patienten immer weiter verbreitet sind. Allem voran die Hypnose ist hierbei eine durchaus vielversprechende Möglichkeit, um eine Zahnbehandlung ganz ohne Angst oder Schmerzen über sich ergehen zu lassen.

Um eine Zahnbehandlung in Hypnose vornehmen zu können, braucht es natürlich einen Zahnarzt, der entsprechende Kenntnisse vorzuweisen hat, doch viele spezialisierte Zahnärzte informieren über diese Option und bieten zeitgleich zahlreiche Alternativen wie zum Beispiel die Beruhigung des Patienten mittels Medikamenten.

Die Angsttherapie als begleitende Maßnahme

Doch so vielseitig die unterschiedlichen Behandlungsansätze auch sein mögen, weder eine Zahnbehandlung in Hypnose noch eine in Vollnarkose können die Angst vor dem Zahnarzt an sich „heilen“. Um nachhaltig die Gesundheit zu gewährleisten, braucht es somit in vielen Fällen eine begleitende Angsttherapie um die Zahnarztphobie wirklich bekämpfen zu können.

Eine Angsttherapie bietet:

  • Eine nachhaltige Behandlung der Zahnarztangst.
  • Eine begleitende Therapiemöglichkeit die nachhaltig Wirkung zeigen wird.
  • Ein mögliches Leben ohne Angst vor Zahnbehandlungen und somit ein gesundes Leben ohne Schmerzen.

Obgleich es oftmals schon ausreicht, die nötigen Behandlungen durchführen zu lassen und so zu erkennen, dass es keinen Grund für die Angst vor dem Zahnarzt gibt, ist die begleitende Angsttherapie in jedem Fall von Vorteil für alle Betroffenen. Denn die Angst vor dem Zahnarzt ist eine psychologische Reaktion unseres Körpers auf längst vergangene negative Erfahrungen. Nur wer diese aufarbeitet und zeitgleich positive Erfahrungen durchlebt, wird seine Zahnarztangst wirklich und dauerhaft in den Griff bekommen.

Wenn also auch sie an einer Zahnarztangst leiden. Wenn auch sie allein bei dem Gedanken an die Ordination, den Bohrer oder all die vielen Gerätschaften eines Zahnarztes erschaudern, dann versuchen Sie den Mut aufzubringen, ihrer Angst entgegen zu wirken. Mithilfe erfahrener Ärzte, einfühlsamer Zahnarztmitarbeiter und dem Wissen, dass Ängste nichts sind, wessen man sich schämen müsste und was man nicht überwinden kann, werden auch sie garantiert ihre Angst besiegen und wieder gesund und glücklich durch ein schmerzfreies Leben gehen können und das natürlich mit einem strahlenden Lächeln und gesunden Zähnen!

Zahnarztangst: Angst vor der Zahnbehandlung?
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