Wie wirkt sich Bio-Dünger auf Obst und Gemüse aus?

Immer mehr Menschen gehen dazu über, ihr eigenes Obst und Gemüse anzubauen. Sie vertrauen nicht mehr darauf, dass die Bauern keine chemischen Düngemittel verwenden. Selbst wenn bio draufsteht, ist nicht immer Bio drin, wie einige Tests ergeben haben. Da ist es kaum verwunderlich, dass zunehmend mehr Menschen einen eigenen Garten anlegen. Mit Bio-Erde und Bio-Dünger soll das Vorhaben gelingen. Aber welche positiven Eigenschaften sollen die Bio-Produkte überhaupt für den Gartenbau haben?

Vorteile von Bio-Dünger:

  • natürlicher Dünger
  • fördert nährstoffreichen Boden
  • Verbesserung der Bodenbeschaffenheit
  • verbessertes Pflanzenwachstum
  • nährstoffreicher Ertrag
  • frei von Chemie
  • schadstofffreies Obst und Gemüse
  • besserer Geschmack
  • gesünder
  • höherer Nährstoffgehalt
  • keine Umweltbelastung

Die Vorteile eines Biogartens

Beim Anlegen eines Biogartens verzichtet man vollständig auf chemische Produkte. Auch für die Pflege der Obst- und Gemüsepflanzen werden keine chemischen Dünger, sondern Bio-Dünger verwendet.

Die Obst- und Gemüsepflanzen werden auf Bio-Erde gepflanzt, die bereits sehr nährstoffreich ist und das Pflanzenwachstum verbessert. Gleichzeitig werden die Früchte besser mit Nährstoffen versorgt. Das Ergebnis ist Obst und Gemüse mit besserem Geschmack, das frei von Chemie und Schadstoffen ist. Zudem ist das Obst und Gemüse nährstoffreicher und somit gesünder.

Vorteile von Bio-Erde:

  • nährstoffreich
  • sehr fruchtbar
  • fördert gute Bodenbeschaffenheit
  • versorgt Pflanzen mit Nährstoffen
  • verbesserter Geschmack bei Obst und Gemüse
  • gesünderes Obst und Gemüse
Bio Erde

Bio Erde (c)Bigstockphoto.com/ 132096980/rdonar

Auch wenn Bio-Erde sehr reich an Nährstoffen ist, kann der Boden mit Bio-Dünger versorgt werden. Weitere Alternativen, die sich als Bio-Dünger einsetzen lassen sind der garteneigene Kompost, Hornspäne, Brennesseljauche oder Mist. Bio-Erde und Bio-Dünger regen das Pflanzenwachstum an und lassen das Obst und Gemüse gedeihen.

Woran erkennt man einen nährstoffreichen Boden?

Nicht immer muss der Boden gedüngt werden. Dies gilt unter anderem dann, wenn der Boden bereits im Herbst und Frühjahr vorbereitet wurde. Ob das Obst- und Gemüse gedeiht, ist von verschiedenen Faktoren abhängig wie von der Struktur des Bodens, dem pH-Wert und dem Anteil an Luft, Gestein und Wasser in der Erde. Bio-Erde bietet den Vorteil, dass sie nährstoffreich ist und perfekt auf die Bedürfnisse von Pflanzen angepasst ist. Die Bio-Erde kann jedoch unterschiedlich zusammengesetzt sein.

Wenn die Pflanzen nicht so wachsen, wie man es sich wünscht, verzweifeln viele Hobby-Bio-Gärtner. Oftmals ist jedoch nicht der fehlende grüne Daumen dafür verantwortlich, sondern der Boden. Guter Boden ist fruchtbar und reich an Nährstoffen.

Man erkennt fruchtbaren Boden an:

  • Geruch
  • Pflanzenwurzeln
  • Würmern und Insekten

Ein Boden, der sich zum Anbau von Obst und Gemüse eignet riecht sehr erdig. Pflanzen die bereits gepflanzt wurden oder auch Unkräuter sind tief und fest im Boden verwurzelt. Ein sehr gutes Zeichen dafür, dass der Boden fruchtbar ist, ist wenn viele Würmer in der Erde leben.

Bio-Erde kann auch unter einen wenig nährstoffreichen Boden gegeben werden, um die Bodenbeschaffenheit zu verbessern.

Was bewirkt ein Bio-Dünger?

Erde

Was bewerikt der Bio Dünger in der Erde? (c)Bigstockphoto.com/ 93089840/rodimovpavel

Wenn dem Boden Nährstoffe fehlen, können sie der Erde durch einen Bio-Dünger hinzugefügt werden. Der Dünger wirkt sozusagen als Nahrung für die Organismen in der Erde. Der Bio-Dünger gelangt nach und nach in die Erde und erweckt die wertvollen Mikroorganismen, die für ein besseres Pflanzenwachstum sorgen, zum Leben. Durch das regelmäßige Gießen der Pflanzen werden die Organismen weiter transportiert und gelangen von dort aus zu den Wurzeln der Pflanzen.

An der Wurzel entsteht das Leben. Dementsprechend ist es für Bio-Bauern wichtig, dass sie sich nicht nur um das Sichtbare, also um das Obst und das Gemüse kümmern, sondern auch um die Gesundheit der Pflanzenwurzeln. Nur gesunde Wurzeln können nährstoffreiche Nahrung hervorbringen. Der Dünger verbessert außerdem den natürlichen Wasserspeicher der Bio-Erde und verbessert die Bodenstruktur.

Wirkung von Bio-Dünger:

  • Verbesserung des Wasserspeichers
  • gesünderes Wurzelwerk
  • Verbesserung der Bodenstruktur

Wie erkennt man einen Nährstoffmangel?

Wenn die Pflanzen trotz sorgfältiger Pflege nicht wachsen und gedeihen wie gewünscht, könnte das an einem Nährstoffmangel des Bodens liegen. Es reicht bereits aus, wenn dem Boden nur ein Nährstoff fehlt, damit die Pflanzen nicht gut wachsen. Wichtige Nährstoffe sind Kalium, Stickstoff und Phosphor. Einen Nährstoffmangel erkennt man daran, wenn die Pflanzenwurzeln nur schlecht wachsen oder sich das Pflanzenwachstum plötzlich verändert und die Blätter verfärben.

Merkmale eines Nährstoffmangels:

  • geringes Wurzelwachstum
  • Blattverfärbungen
  • verändertes Pflanzenwachstum.

Mit bloßem Auge kann man nicht erkennen, welcher Nährstoff dem Boden fehlt. Daher empfiehlt es sich, bevor ein Bio-Dünger oder Nährstoff im Bio-Garten zum Einsatz kommt, eine Bodenuntersuchung vorzunehmen. Denn Pflanzen können auch überdüngt werden, was ebenfalls schädlich für das Wachstum und den Ertrag ist.

Woran erkennt man einen Nährstoffüberschuss?

Oftmals düngen Bio-Hobby-Gärtner ihre Pflanzen zu häufig, wodurch sie Schaden nehmen. Wenn die Bio-Erde durch die Düngung zu viel Kalk enthält, wird die Nährstoffaufnahme der Pflanzen gehemmt. Sie können also plötzlich nicht mehr richtig wachsen oder der Ertrag fällt geringer aus. Enthält die Erde zu viel Stickstoff werden die Pflanzen meist anfälliger für Krankheiten. Darüber hinaus wird der Nitratspeicher erhöht.

Merkmale für einen Nährstoffüberschuss:

  • geringe Nährstoffaufnahme
  • Pflanzen anfällig für Krankheiten
  • geringes Wachstum

Wenn die Pflanzen vor der Düngung gut wuchsen, kann dies ein Hinweis auf einen Nährstoffüberschuss sein. Ein überdüngter Boden kann durch den Anbau von Sonnenblumen gerettet werden.

Wann sollte man den Boden düngen?

Als Faustregel gilt, dass man Bio-Dünger im Frühjahr und Sommer verwenden sollte. Allerdings sollten Sie dies auch davon abhängig machen, welche Obst- und Gemüsesorten Sie im nächsten Jahr anpflanzen möchten. Es ist jedoch auch möglich im Frühherbst zu düngen.

Fazit:

Bio-Erde ist sehr nährstoffreich und verbessert das Wurzelwachstum. Gesunde Pflanzenwurzeln sorgen für einen hohen Ertrag und schmackhaftes Obst- und Gemüse, das reich an Nährstoffen ist. Bio-Dünger kann das Pflanzenwachstum verbessern. Allerdings sollte man aus Liebe zu den Pflanzen nicht zu häufig düngen, da die Pflanzen darunter ebenfalls leiden können. Vor der Düngung empfiehlt es sich also, den Nährstoffgehalt des Bodens, mit Hilfe eines Gartenbodentests zu überprüfen. Dann ist ein reicher Ertrag sicher.

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