Süßstoffe – die Alternative zum klassischen Zucker

Gesund Essen und ein vitales Leben genießen. Diese beiden Aspekte unseres Alltages sind nicht voneinander zu trennen. Denn ohne eine ausgewogene und gesunde Ernährung wäre ein gesundes Leben unmöglich. Doch unser Essen ist nicht selten viel zu Süß und somit unserer Gesundheit abträglich. Unmengen an Zucker süßen Limonaden, kleine Snacks aber auch den lieb gewonnenen Kaffee am Morgen. Doch ganz ohne Zucker geht es dann auch wieder nicht. Reizvolle Alternative zum klassischen Zucker scheinen hierbei die vielen unterschiedlichen Süßstoffe zu sein. Doch wie gesund sind eben diese Süßstoffe und wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Zucker und Zuckeraustauschstoff?

Definition Süßstoffe – Was sind Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe?

Süßstoffe sind natürliche oder synthetisch hergestellte sogenannte Zuckeraustauschstoffe (Stoffe die klassischen Zucker ersetzen können) die in ihrer Wirkungsweise ähnlich dem raffinierten Zucker eine süßende Wirkung haben. Die Bezeichnung Zuckeraustauschstoff bezieht sich hierbei direkt auf die Wirkungsweise der diversen Süßungsmittel und deren Möglichkeit, sie als Zuckerersatz zu nutzen.

Süßstoffe sind:

  • Stoffe die zum Süßen von Lebensmitteln herangezogen werden.
  • Stoffe die in ihrer Süßwirkung ein Vielfaches der Wirkung von Zucker vorweisen.

Entscheidend für die Definition von Süßstoffen ist deren Besonderheit und Ursprung. Denn Süßstoffe oder sogenannte Zuckeraustauschstoffe sind all jene Stoffe, die einerseits eine bestimmte Süßkraft besitzen, andererseits jedoch nicht aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen werden. Darüber hinaus sind es die besonderen Eigenschaften der Zuckeraustauschstoffe, die deren Klassifizierung zumindest zum Teil beeinflussen. So zum Beispiel verfügen Zuckeraustauschstoffe nur über einen sehr geringen physiologischen Brennwert, wodurch viele Süßstoffe auch für Diabetiker geeignet sind.

Natürliche und künstliche Zuckeraustauschstoffe – welche Süßstoffe gibt es?

Süßstoffe

Süßstoffe – Welche gibt es?

Süßstoffe erfreuen sich in der heutigen Zeit einer regen Beliebtheit. Sie verfügen über eine sehr hohe Süßkraft und man benötigt somit weniger Süßstoff, um eine gleichwertige Süßwirkung im direkten Vergleich mit Zucker zu erhalten. Zudem verfügen Süßungsmittel in der Regel über einen sehr geringen physiologischen Brennwert, der es auch Diabetikern möglich macht, Getränke und Speisen mittels Zuckeraustauschstoffen zu süßen.

Doch so vielseitig Süßstoffe im Alltag nutzbar sind, so unterschiedlich sind deren Ursprünge. Manche modernen Süßstoffe werden aus Pflanzen gewonnen, diese Süßstoffe werden als natürliche Süßstoffe bezeichnet. Wieder andere Stoffe werden in Laboren künstlich erzeugt und werden eben diese Zuckeraustauschstoffe als synthetische Süßstoffe bezeichnet.

Süßstoffe werden in folgende Arten unterteilt:

  • Natürliche Süßstoffe
  • Synthetisch hergestellte Süßstoffe

Neben dieser allgemeinen in weltweit gültige Unterteilung der Zuckeraustauschstoffe werden die unterschiedlichen Zuckeraustauschstoffe zudem noch in für die EU zugelassene Süßstoffe und für die EU nicht zugelassene Süßungsmittel unterteilt. Diese Unterteilung basiert jedoch auf rechtlichen Grundlagen der Europäischen Union.

Was sind natürliche Süßstoffe?

Neben all den vielen künstlichen Süßstoffen, sind es in Zeiten steigendem Gesundheitsbewusstseins allem voran die natürlichen Zuckeraustauschstoffe, die einen wahren Trend in Sachen gesunder Ernährung erleben. Ahornsirup und Stevia, sie stellen gesunde Alternative zum herkömmlichen Zucker dar und sind doch weit mehr als das. Denn sie sind die derzeit bekanntesten Beispiele für natürliche Süßungsmittel.

Doch natürliche Süßungsmittel gibt es weit mehr. Zu den bekanntesten natürlichen Süßmachern zählen mitunter:

  • Honig
  • Ahornsirup
  • Stevia
  • Apfeldicksaft
  • Birnendicksaft
  • Agavendicksaft
  • Reis Malz
  • Gersten Malz

All diese natürlichen Süßmacher sind seit vielen Jahrhunderten, zum Teil sogar Jahrtausenden bekannt und schon lange vor der Einführung von Zucker in Europa ein beliebter Nahrungszusatz gewesen. Im Zuge der industriellen Produktion von Lebensmitteln traten sie jedoch für viele Jahre in der Hintergrund und das oftmals zu unrecht. Denn Stevia ist ein natürlicher Süßstoff, der weit intensiver wirkt als klassischer Zucker, zeitgleich jedoch auch verträglicher für den Körper ist und weniger physiologischen Brennwert liefert. So wird aus dem natürlichen Süßmacher ein Süßstoff, der selbst für Diabetiker unbedenklich ist.

Synthetische Süßstoffe – gefährliche Süßmacher oder gesunde Zuckeralternative?

Synthetische Süßstoffe

Synthetischer Süßstoff

Ähnlich verhält es sich mit den künstlich hergestellten Süßungsmitteln. Denn obgleich diese aus chemischen Substanzen hergestellt werden, verfügen zumindest die für die EU zugelassenen künstlichen Süßstoffe in jedem Fall über besondere Eigenschaften, die durchaus gewisse Vorteile mit sich bringen können.

Zu den künstlichen Süßstoffen zählen mitunter:

  • Acesulfam (E 950)
  • Aspartam (E 951)
  • Aspartam-Acesulfam-Salz (E 962)
  • Cyclamat (E 952)
  • Neohesperidin (E 959)
  • Neotam (E 961)
  • Saccharin (E 954)
  • Sucralose (E 955)
  • Steviosid (E 960)
  • Thaumatin (E 957)

Allem voran die überdurchschnittlich hohe Süßkraft der synthetischen Süßstoffe ist zumindest für die Lebensmittelindustrie über lange Zeit hinweg ein Vorteil gewesen, der rege und gerne genutzt wurde. Diätprodukte, versprechen vollen Geschmack und Süße bei wenigen Kalorien. Möglich wurde dies durch den Einsatz von Süßstoffen aus dem Labor. Allem voran der Süßstoff Aspartam war hierbei über lange Zeit hinweg der Diätsüßstoff schlecht hin. War er doch in beinahe jedem Diätprodukt als Süßungsmittel enthalten.

Doch so vielseitig einsetzbar künstliche Süßungsmittel auch sind, sie brachten Nebenwirkungen mit sich, die erschreckend ungesund waren. Zerfallsprodukte, die nach dem Verdauungsprozess im Körper von Leber und Nieren nicht mehr abgesondert werden konnten waren ebenso eine der weniger schönen Wirkungsweisen vieler chemischen Süßstoffe wie die Tatsache, dass so mancher noch heute im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Sind Süßstoffe ungesund?

Stellt sich also die Frage wie gesund oder gar ungesund, sind Zuckeraustauschstoffe. Grundsätzlich ist es so, das so mancher Süßstoff durchaus ein gewisses Gesundheitsrisiko birgt. Allem voran der Stoff Aspartam ist hierbei ein gutes Beispiel für ein einst gern genutztes Süßungsmittel, das jedoch aufgrund zahlreicher Langzeitstudien schnell aus den Zutatenlisten unserer Lebensmittel verschwand.

Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe sind unbedenklich wenn:

  • Der Süßstoff durch die Prüfkommissionen der EU eingehend überprüft wurde.
  • Der Süßstoff für die Verwendung als Lebensmittelzusatz zugelassen ist.

Doch allgemein zu sagen, künstliche Süßstoffe wären ungesund oder gar gesundheitsgefährdend, nun das ist zu viel des negativen Denkens. Ein Süßstoff, der für die Europäische Union als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist, wurde eingehend untersucht und analysiert und darf somit als grundsätzlich unbedenklich für die Gesundheit angesehen werden.

Natürlich gilt auch beim Thema Süßungsmittel, die Menge macht das Maß. Wer denkt, er könnte abnehmen, indem er einfach Zucker gegen Süßstofftabletten austauscht und dennoch weiter ungesund isst und trinkt, der wird garantiert nicht abnehmen, aber gegebenenfalls einer von vielen möglichen ernährungsbedingten Krankheiten anheimfallen.

Süßstoff oder Zucker – was ist nun besser für ein gesundes Leben?

Bleibt letztlich die Entscheidung für oder gegen einen Süßstoff oder den klassischen Zucker. Nun grundsätzlich sind Zuckeraustauschstoffe in jedem Fall empfehlenswert, wenn Zucker aus medizinischen Gründen nicht konsumiert werden sollte. Dies ist allem voran im Falle einer Diabetes oder Fruchtzuckerunverträglichkeit gegeben.

Bestehen derartige Krankheiten ist, muss man nicht zwingend auf den Süßstoff zurückgreifen. Man kann es tun oder auch lassen. Sollte man sich ohne medizinscher Veranlassung für den Süßstoff statt dem Zucker entscheiden, sind natürliche Süßstoffe in jedem Fall bevorzugen. Denn natürliche Süßstoffe werden nicht chemisch hergestellt und bergen aktuellen Studien zufolge weniger Langzeitrisiken als synthetisch hergestellte Zuckeraustauschstoffe, deren Langzeitwirkung bislang noch nicht vollends erforscht wurde.

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Süßstoffe – die Alternative zum klassischen Zucker
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