Lichtschutzfaktor „X“

Sommer, Sonne, Sonnencremezeit. Der Frühling ist da und die Sonne lädt zum Sonnenbaden ein. Zeit sich Gedanken um die richtige Sonnencreme zu machen, schließlich will niemand einen Sonnenbrand bekommen. Wer auf ein Sonnenbad nicht verzichten möchte, sollte ein paar Dinge beachten um sich nicht der Gefahr von Hautkrebs auszusetzen. Vor allem wer eine Reise plant sollte, sich vorher mit diesem Thema auseinandersetzen.Doch welche Sonnencreme passt zu welchem Hauttyp? Welchen Lichtschutzfaktor benötige ich? Wie lange darf ich überhaupt in der Sonne bleiben? Unser größtes Organ ist die Haut. Eineinhalb bis zwei Quadratmeter groß macht sie rund ein Sechstel unseres Körpergewichts aus. Doch unsere Haut ist höchst empfindlich und muss vor zu viel Sonneneinstrahlung geschützt werden. Mediziner warnen, dass schon 10 Minuten Sonnenbaden gefährlich werden kann.

Wer trotzdem nicht auf eine gesunde und natürliche Bräune verzichten möchte, sollte sich unbedingt mit einer dem Hauttypen entsprechenden Sonnenschutz eincremen.

Welchen Lichtschutzfaktor brauche ich?

Lichtschutzfaktor Hauttyp

Lichtschutzfaktor vom Hauttyp abhängig

Welchen Lichtschutzfaktor (LSF) die Haut braucht hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Hellere Haut ist anfälliger für Sonnenbrand und hat eine kürzere Eigenschutzzeit, dunklere Hauttypen reagieren weniger empfindlich. Im Handel angeboten werden verschiedene Sonnencremes, Gels oder Sprays. Der LSF reicht von 10 bis 50.

Welcher Hauttyp bin ich?

Grundsätzlich unterscheiden die Mediziner vier Hauttypen:

Der „Keltische Typ“

Dieser Hauttyp macht sich durch auffällig helle und blasse Haut bemerkbar. Oft haben diese Hauttypen Sommersprossen und helle bis rote Haare. Eine von Natur aus blasse Haut wird selten braun, eher rot. Die Eigenschutzzeit liegt bei 5 bis 10 Minuten

Unser Tipp: Bei diesem Hauttyp sollte man vom intensiven Sonnenbaden ganz abraten, sonst ist der höchste Lichtschutzfaktor unbedingt Pflicht. Ausserdem empfehlen wir hautbedeckende Outfits, Kappen oder Sonnenhüten zu tragen.

Der „Germanische Typ“

Helle Haut und blonde bis hellbraune Haare, graue, blaue oder grüne Augen sind charakteristisch für diesen Hauttyp. Auch hier wird die Haut beim Sonnenbaden zunächst rot. Erst nach einer Gewöhnungsdauer stellt sich eine mäßige Bräune ein. Die Eigenschutzzeit liegt bei 20 bis 30 Minuten.

Unser Tipp: Benutzen Sie einen hohen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 bis 50. Erst nach Gewöhnung der Haut an die Sonne kann der LSF heruntergesetzt werden.

Der „Mischtyp“:

Besondere Merkmale des „Mischtyps“ sind dunkelblonde Haare, graue oder braune Augen. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung haben diesen Hauttyp. Sommersprossen sucht man hier vergeblich. Die Haut ist, hell bis hellbraun und wird bei regelmäßiger Sonnenstrahlung gut gebräunt. Die Eigenschutzzeit liegt bei 20 bis 30 Minuten.

Unser Tipp: Benutzen Sie Lichtschutzfaktor 30 in den ersten Tagen. Wenn die Haut vorgebräunt ist können Sie umsteigen auf einen niedrigeren Faktor, mindestens aber 10.

Der „Mediterrane Typ“

Der „Mediterrane Typ“, bei dieser Bezeichnung lässt es sich erahnen hat hell- bis dunkelbraune Haut, dunkle Haare und dunkle Augen. Dieser Hauttyp weißt die stärkste Sonnenbeständigkeit auf und ist eher unempfindlich gegen UV-Strahlung. Durch die Eigenschutzzeit von 40 bis 45 Minuten kennt er das Wort Sonnenbrand kaum, er wird schnell und tief braun.

Unser Tipp: Verwenden Sie zu Beginn der Sommersaison Lichtschutzfaktor 20, bei vorgebräunter Haut reicht ein niedrigerer Wert.

Was bedeutet Eigenschutzzeit?

Sonnenbrand

Sonnenbrand

Je nach Hauttyp kann die Belastung durch die Sonne unterschiedlich schlimme Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Zwischen 3 Minuten für extrem helle Typen, bis zu 45 Minuten bei mediteranen, bräunlichen Typen kann die Haut sich selbst gegen eine Verbrennung und Schädigung wehren.

Ist diese Eigenschutzzeit vorbei droht die Gefahr von Hautkrebs. Schnell treten Rötungen ein und Verbrennungen auf der Haut entstehen. Daher ist es wichtig sich in den Sommermonaten immer vor der Sonne zu schützen.

Wie kann ich den Lichtschutzfaktor berechnen?

Die Berechnung des Lichtschutzfaktors hängt vom Hauttyp und der realen UV-Strahlung ab. Diese ist selbstverständlich geografisch bedingt unterschiedlich, so dass der LSF Wert nur einen ungefähren Anhaltspunkt bietet.

Lichtschutzfaktor 20 bedeutet, dass man theoretisch 20-mal länger in der Sonne bleiben kann, bevor man einen Sonnenbrand bekommt, als wenn man sich ungeschützt der Sonne aussetzt.

Bei einer Eigenschutzzeit von zehn Minuten und einem Sonnenschutzfaktor von 20, kann man sich rein theoretisch 200 Minuten (circa drei Stunden) der Sonnenbestrahlung aussetzen, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Doch Vorsicht: Dies sind theoretische Werte und die entsprechend dem ausgewiesenen Lichtschutzfaktor erhöhte Schutzdauer sollte man grundsätzlich höchsten zu 60% ausschöpfen.

Unabhängig des prophylaktischen Sonnenschutzes dringen dennoch gefährliche UV-Strahlen auf die Haut. Vor langfristigen Schäden schützt also auch keine Sonnencreme zu 100%.

Übrigens:

Ob man besser Sonnenmilch oder -spray nimmt, ist Geschmackssache. Das Eine schützt nicht besser als das Andere, entscheidend ist der Sonnenschutzfaktor. Wer eine trockene Haut hat sollte jedoch zu Sonnenmilch greifen, weil diese mehr Feuchtigkeit spendet. Auch beim Preis sollte man sich nicht verwirren lassen: Teuer bedeutet nicht gleichzeit auch gut. Wer auf Nummer sicher gehen will, richtet sich nach den Testergebnissen von Stiftung Warentest.

Lichtschutzfaktor „X“
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