Lebensmittelvergiftung – wenn Essen zum Gesundheitsrisiko wird

Eine ausgewogene Ernährung hält gesund und vital, doch so manches Mal kann es eben auch das Essen sein, das uns krankmachen kann. Denn egal wie viele Vitamine und Ballaststoffe auf dem Teller liegen, die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung ist auch bei einer gesunden Ernährung immer dann gegeben, wenn Lebensmittel nicht korrekt gelagert oder verarbeitet wurden. Tritt die Lebensmittelvergiftung erst einmal auf, gilt es die Symptome richtig zu werten und die Vergiftungserscheinungen schnellstmöglich zu behandeln.

Welche Symptome treten bei einer Lebensmittelvergiftung auf?

Ob Salmonellen oder sonstige Gefahrenherde in unserem Essen. Ist das, was wir essen nicht korrekt gelagert und zubereitet, kann eine Lebensmittelvergiftung das unschöne Resultat sein. Oftmals unterschätzt und nicht als klare Anzeigen einer Vergiftung verstanden, können die Symptome einer Lebensmittelvergiftung einen durchaus gefährlichen Zustand schon sehr früh aufzeigen und gilt es diese Symptome der Lebensmittelvergiftung richtig zu verstehen.

Zu den klassischen Erstanzeichen einer Lebensmittelvergiftung gehören neben einer leichten bis starken Übelkeit, Beschwerden im Bauchbereich (Bauschmerzen, Sodbrennen, starkes Druckgefühl im oberen Bauchbereich etc.) sowie erste ungewöhnlich starke Anzeichen vom allgemeinen Unwohlsein. Diese klassischen Anzeichen der Vergiftung treten meist schon wenige Minuten nach dem Konsum verdorbener Lebensmittel auf und verstärken sich vom Augenblick des ersten Auftretens zusehends.

Typische Symptome einer Lebensmittelvergiftung sind:

  • Eine schnell stärker werdende Übelkeit
  • Ein starkes Völlegefühl / Bauschmerzen / Bauchkrämpfe
  • Schwindelgefühl / starkes Schwitzen
  • Schnell und stark ansteigendes Fieber
  • Durchfall und Erbrechen

Im weiteren Verlauf der Lebensmittelvergiftung beginnen die durch das verdorbene Essen konsumierten Toxine weitere Symptome wie eine starke Übelkeit, Schwindelgefühl, Kreislaufbeschwerden sowie beginnendes Fieber zu erzeugen. Zu diesem Zeitpunkt sind Erbrechen und Durchfall meist die ersten Versuche des Körpers, sich vom Gift zu befreien.

Übelkeit bei Lebensmittelvergiftung

Übelkeit bei Lebensmittelvergiftung

Spätestens, wenn einige der hier angeführten Symptome auftreten, sollte umgehend gehandelt werden. Denn eine Lebensmittelvergiftung kann bei starker Ausprägung oder bei einem schlechten Allgemeinzustand zu einer lebensbedrohlichen Situation heranreifen und gilt es somit, schon die ersten Anzeichen richtig zu deuten und umgehend Behandlungsmaßnahmen zu ergreifen.

Wie wird eine Lebensmittelvergiftung behandelt?

Kommt es trotz sorgsamer Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln zu einer Lebensmittelvergiftung, gilt es schon nach Auftreten der ersten Symptome schnellstmöglich Erste Hilfe zu leisten. Der Körper wurde vergiftet und versucht automatisch die Toxine auszustoßen. Dies geschieht in der Regel durch Erbrechen oder im späteren Verlauf der Vergiftung durch Durchfall. Diese Maßnahmen unsers Körpers führen jedoch nicht nur zur Ausscheidung der Toxine, sondern auch zu einem erheblichen Wasserverlust, der in jedem Fall ausgeglichen werden muss.

Wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einer Lebensmittelvergiftung sind:

  • Eine liegende Ruheposition einnehmen.
  • Viel stilles Wasser trinken und so den Wasserverlust durch Erbrechen, Schwitzen und Durchfall ausgleichen.
  • Die Symptomatik im Blick behalten und bei Verschlechterung des Allgemeinzustandes umgehend einen Arzt aufsuchen.

Die ersten Behandlungsschritte im Zuge einer Lebensmittelvergiftung sind somit viel Wasser zu trinken, so den Körper so viel Ruhe als nur möglich zu gewähren. Betroffene sollten sich umgehend in eine liegende Position bringen (Vorsicht, im Falle von Erbrechen ist eine seitliche Haltung zu empfehlen!) und in gleichmäßigen kleinen Schlucken beständig Wasser trinken. Um den Magen nicht unnötig zu überlasten, empfiehlt es sich nicht Mineralwasser zu trinken, da die Kohlensäure den ohnehin bereits überlasteten Magen nur unnötig belasten würde.

In der Regel lassen sich leichte Vergiftungserscheinungen binnen weniger Stunden mit Ruhe, viel Wasser und etwas Geduld überstehen. Denn ein gesunder Körper kann an sich mit einer geringfügigen Menge an Toxinen aus Lebensmitteln selbstständig umgehen. Jedoch gilt es in jedem Fall, Ruhe zu bewahren und die Anzeichen des Körpers auf einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes zu beachten.

Viel Wasser bei Lebensmittelvergiftung trinken

wichtig viel stilles Wasser trinken

 

Wann muss man bei einer Lebensmittelvergiftung zum Arzt?

Tritt starkes Fieber auf, beginnt der Kreislauf spürbar unter der Belastung der Lebensmittelvergiftung zu leiden oder halten Erbrechen und Durchfall über mehrere Stunden an, so gilt es in jedem fall einen Arzt aufzusuchen. Denn diese starken und andauernden Anzeichen der Lebensmittelvergiftung zeigen auf, dass der Körper mit der Vergiftung nicht selbstständig fertig wird.

Im Falle von sehr starken Beschwerden oder einer beständig schlechter werdenden Allgemeinsituation des Betroffenen gilt es also, umgehend einen Arzt aufzusuchen oder im Falle von sehr akuten Beschwerden den Notruf zu wählen und somit Ersthelfer zum Patienten zu bringen.

Ein Arzt sollte umgehend aufgesucht werden, wenn:

  • Die Beschwerden beständig stärker werden?
  • Trotz Ruhe und viel Wasser keine Besserung des Befindens eintritt
  • Erste Kreislaufprobleme (Schwindel, Orientierungslosigkeit etc.) auftreten
  • Durchfall und Erbrechen beständig stärker werden / nicht nachlassen

Derart starke Lebensmittelvergiftungen sind zum Glück sehr selten. Jedoch gibt es Personen, die aufgrund ihrer Allgemeinverfassung als sogenannte Risikogruppe gelten und somit selbst bei leichten Lebensmittelvergiftungen in jedem Fall einen Arzt aufsuchen sollten. Zu eben diesen Personen zählen kleine Kinder, ältere Mitmenschen, Personen mit einer allgemein schlechten Gesundheitsverfassung sowie natürlich Schwangere und stillende Mütter.

Was tun, bei einer Lebensmittelvergiftung während der Schwangerschaft?

Allem voran, wenn eine Lebensmittelvergiftung während der Schwangerschaft oder Stillzeit auftritt, gilt es unbedingt sofort den behandelnden Arzt aufzusuchen. Da das ungeborene Kind, über die Nabelschnur alle in der Nahrung enthaltenden Inhaltsstoffe ebenso konsumiert, wie die Mutter, muss im Falle einer Lebensmittelvergiftung diese schnellstmöglich behandelt werden und der Allgemeinzustand des Kindes überprüft werden.

Ähnlich verhält es sich im Falle der Stillzeit. Denn auch hier erhält das Kind über die Muttermilch alle in der Nahrung der Mutter enthaltenen Inhaltsstoffe. Die Toxine der Lebensmittelvergiftung könnten sich so auch über die Muttermilch auf das Kind übertragen. Da Säuglinge und Kleinkinder in der Regel ein noch nicht gut ausgeprägtes Immunsystem haben und somit ohnehin eine Risikogruppe in Sachen Gesundheit darstellen muss auch in diesem Fall umgehend ein Arzt aufgesucht werden und bis zur Abklärung der gesundheitlichen Fakten der Mutter bestenfalls auf das Stillen des Kindes verzichtet werden.

Lebensmittelvergiftung – wenn Essen zum Gesundheitsrisiko wird
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