Fußpflege – so bringen Sie Ihre Füße zum strahlen

Sich wohl in seiner Haut zu fühlen gilt als eines der wichtigsten Dinge um selbstbewusst durchs Leben zu gehen, davon sind auch unsere Füße nicht ausgenommen. Tatsächlich müssen unsere Füße täglich so einiges leisten. Das Wort „Pediküre“ (pedis = Fuß) kommt aus dem lateinischen und bedeutet Fußpflege. Bei der Pediküre handelt es sich um eine ästhetische Aufwertung der Füße mithilfe der richtigen Therapie. Du Fußpflege fällt daher eher in den Bereich Schönheits- und Wellnessbehandlung. Cremes und andere Pflegeprodukte sowie eine dementsprechende Behandlung der Zehennägel (schneiden, feilen, lackieren) tragen dazu bei, die Füße bei jeder passenden Gelegenheit herzuzeigen. Besonders im Sommer, wo man gerne Barfuß geht und seine Füße beim wöchentlichen Schwimmbadbesuch zeigt, ist es wichtig, dass diese auch gepflegt sind. Ein Besuch bei der Pediküre ist daher bestimmt kein Fehler.

Was gehört zur Fußpflege?

Um professionelle Fußpflege anbieten zu können ist in jedem Fall ein Lehrgang bzw. Kurs nötig. Besonders im Wellnessbereich ist Fußpflege derzeit sehr angesagt. Der Preis einer professionellen Pediküre liegt zwischen € 30,- und € 40,-. Den Beruf der Fußpflegerin üben meist Leute aus, die bereits in der Kosmetikbranche tätig sind. Die Ausbildung zur Fußpflegerin erfolgt meist an einem Bildungsinstitut, wie beispielsweise dem Wifi. In Österreich absolvieren Fußpfleger eine dreijährige Lehre In der Fachschule für Kosmetik, Fußpflege und Wellness kann eine Ausbildung zur ärztlich geprüften Fachkraft für Fußpflege absolviert werden. Hier wird Ihnen alles rund um die Pflege und Gesundheit des Fußes beigebracht. Ausgeübt wird der Beruf der Fußpflegerin in Gesundheitszentren sowie Wellness- und Kurhotels. Es gibt auch Fußpflege-Institute, wo man sich von früh bis spät nur um die Gesundheit und Pflege Ihrer Füße kümmert. Eine Pediküre beinhaltet folgende Punkte:

  • Fußbad
  • Schneiden der Zehennägel
  • Feilen der Zehennägel, wenn nötig
  • Entfernen der Hornhaut
  • Eincremen der Füße
  • Lackieren der Zehennägel (nach Bedarf)

Pediküre selber machen?

Mädelsabende sind der perfekte Anlass für eine Pediküre, Bigstock (c) http://www.bigstock.com/shock/177034540

 

 

Bei der Fußpflege spielt nicht nur der kosmetische, sondern auch der gesundheitliche Aspekt eine ausschlaggebende Rolle. Als erstes sollten Sie dafür sorgen, dass Ihre Füße rein sind. Dafür bietet sich ein ausgedehntes Bad, eine Dusche oder ein Fußbad an, das die Durchblutung fördert. Ein Fußbad sollte 10 bis 20 Minuten dauern. Wenn Ihre Haut weich und geschmeidig ist, kann eine effiziente Pflege erfolgen. Produkte die sich ganz besonders für reine Füße eignen, sind milde Seifen, ätherische Öle und Meersalz aus dem Toten Meer. Im nächsten Schritt sollten Sie sich darum kümmern Ihre Nägel zu kürzen und Hornhaut sorgfältig zu entfernen. Für das kürzen der Nägel können Sie je nach Belieben, eine Nagelschere oder einen Nagelklipser verwenden. Nägel sollten immer gerade geschnitten werden, damit sie nicht einwachsen. Falls unebene Stellen entstehen entfernen Sie diese mit einer Nagelfeile. Wenn Sie nicht vom Fach sind, empfiehlt es sich bei der Entfernung von Hornhaut lediglich mit mechanischen Hilfsmitteln vorzugehen. Bei elektrischen Mitteln besteht die Gefahr sich zu verletzen. Da wir ganz besonders bei den Füßen sehr empfindlich sind, würde das eine unnötige Beeinträchtigung unseres täglichen Lebens zur Folge haben. Wenn Sie mit der Pediküre fertig sind, können Sie Ihre Nägel mit durchsichtigem oder färbigem Nagellack verschönern. Sehr beliebt bei Frauen sind French Nails. Ganz besonders im Sommer wirken aber auch rote oder pinke Zehennägel sehr reizvoll.  Damit Ihre Füße auch danach noch lange schön bleiben, lohnt sich eine regelmäßige Pflege.

Worauf muss bei der Fußpflege geachtet werden?

Die tägliche Reinigung der Füße sollte für jeden Menschen als Selbstverständlichkeit gelten. Sie dient nicht nur der Hygiene sondern trägt auch dazu bei, Infektionen und Krankheiten vorzubeugen. Dabei sollten Sie nicht vergessen, den Bereich zwischen den Zehen mit einzubeziehen. Hier können sich unverhofft ungewollte Keime bilden. Nach einem angenehmen Fußbad können Sie gesunde Füße bedenkenlos trockenrubbeln, um dabei bereits ungewollten Hautüberschuss zu entfernen. Raue stellen und Hornhaut können vorsichtig mit einer Fußfeile entfernt werden. Regelmäßiges Schneiden der Nägel und anschließendes Feilen ist sehr wichtig, um die Zehen gesund und gepflegt zu halten. Wenn die Nägel nicht regelmäßig geschnitten werden, besteht die Gefahr, dass diese verhärten und die umgebende Haut verletzen. Achten Sie beim Schneiden der Nägel darauf, das Nagelbett nicht zu verletzen. Ein kleiner Riss kann hier bereits sehr schmerzhaft sein. Mit eigens dafür vorgesehenen Fußpflege-Stäbchen kann überschüssige Haut am Nagelbett vorsichtig zurückgeschoben werden.  Eine Massage mit einer speziellen feuchtigkeitsspendenden Fußpflegecreme wird Ihrer Haut besonders gut tun.

Bei älteren Menschen spielt die Fußpflege buchstäblich eine tragende Rolle. Hier stehen nicht die ästhetischen, sondern viel mehr die gesundheitlichen Aspekte im Fokus. Wenn Sie im Alter darauf achten, Ihre Füße regelmäßig zu pflegen, können Probleme wie Fußpilz, Entzündungen etc. vermieden werden. Natürlich trägt gutes und passendes Schuhwerk einen erheblichen Teil dazu bei, Ihre Füße gesund zu erhalten. Wenn Sie viel auf den Beinen sind, sollten Sie robustes Schuhwerk tragen, wo die Haut gleichzeitig genügend Luft zum Atmen hat. Durch adäquate Fußpflege können Senioren einen erheblichen Anteil zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen.

Wenn Sie etwas auf Astrologie halten, können Sie die Daten Ihrer Fußpflege auch danach abstimmen. Für die Schönheitspflege nach dem Mondkalender gilt: zunehmender Mond – dem Körper zuführen, abnehmender Mond – vom Körper abführen. Freitag ist ein guter Tag für die Fußpflege, idealerweise sollte es ein Steinbocktag sein. An Vollmondtagen ist die Aufnahmebereitschaft der Haut am höchsten. Wenn Sie nicht viel Zeit in die Schönheitspflege investieren, sollten Sie genau diesen Tag dafür nutzen. Bei abnehmendem Mond ist die beste Zeit, um den Körper zu reinigen und von Altlasten zu befreien.

Probleme und Krankheiten vermeiden

Pediküre und Spa für einen gesunden Körper, Bigstock (c) http://www.bigstock.com/oneinchpunch/117365744

Hornhautbildung an den Händen und ganz besonders an den Füßen, dort wo häufig große Belastung entsteht, ist ganz natürlich. Wenn sich allerdings unnatürlich viel Hornhaut bildet, kann dies zu Hautrissen und in weiterer Folge zu Krankheiten führen. Meist ist trockene Haut der Grund dafür. Falsches Schuhwerk, Übergewicht und Fehlstellungen der Füße können auch zu erhöhter Bildung von Hornhaut beitragen. Durch regelmäßige Zufuhr von Feuchtigkeit können Sie unschöne Risse in der Haut vermeiden. Wenn Ihre Haut juckt und brennt oder Sie mit Blasen, Schwielen, Hühneraugen und Pilzbefall zu kämpfen haben, kann dies daher rühren, dass Sie die Fußpflege über einen längeren Zeitraum missachtet haben. Bei Menschen mit Diabetes hat dies oft eine Nervenerkrankung zur Folge, welche die Wahrnehmung von Kälte, Wärme und Schmerz beeinträchtigt. Probleme mit den Füßen sind oft die Folge von Rheuma, Venenerkrankungen und Übergewicht. Viel zu oft nehmen Menschen diese „kleinen Wehwehchen“ auf die leichte Schulter. Bei Verdacht auf eine der genannten Krankheiten sollten Sie umgehend einen Arzt bzw. aufsuchen. Er wird Ihnen sofort sagen können, was Ihnen fehlt.

Pediküre bei Diabetikern

Wenn Sie ein gravierendes Problem mit Ihren Füßen haben, das nicht durch die Fußpflege gelöst werden kann, sollten Sie sich an einen sogenannten Podologen wenden. Der Podologe ist ein Facharzt für alle Krankheiten die den Fuß betreffen. Besonders Menschen die an Diabetes leiden, haben häufig Probleme mit den Füßen. Das diabetische Fußsyndrom ist eine Folgeerkrankung bei Menschen mit langfristig erhöhtem Blutzuckerspiegel. Menschen mit Diabetes sind anfälliger Verletzungen zu erleiden, was daran liegt, dass die Haut aufgrund beschädigter Nerven trocken und rissig ist. Verletzungen werden von den Betroffen oft gar nicht bemerkt und können daher nicht rechtzeitig versorgt werden. Zusätzlich ist das Immunsystem häufig geschwächt. Durch Risse in der Haut können sich Geschwüre im Körper ausbreiten und Fußpilz kann entstehen. Auch die Tatsache, dass viele Patienten nach und nach Ihr Augenlicht verlieren, führt dazu, dass so manch eine Krankheit übergangen wird. Bei Diabetespatienten mussten in der Vergangenheit vielfach Amputationen vorgenommen werden. Eine viel zu hohe Zahl an Operationen, wo ein großer Anteil vermutlich durch regelmäßige Fußpflege zu vermeiden gewesen wäre.

Wenn Sie sich für eine Fußpflege auf eigene Faust entscheiden, sollten Sie aber unbedingt vorsichtig und sanft vorgehen. Hier finden Sie Tipps um Entzündungen und Krankheiten an den Füßen vorzubeugen:

  • Kontrollieren Sie alle paar Tage mit einem Spiegel, ob Ihre Füße Auffälligkeiten wie Druckstellen oder Hornhautschwielen aufweisen.
  • Achten Sie bei einem Fußbad darauf, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, Diabetiker haben oft das Gefühl für Wärme und Kälte verloren.
  • Das Fußbad sollte höchstens drei Minuten dauern.
  • Entfernen Sie Hornhaut mit sanften Mitteln wie beispielsweise einem Bimsstein.
  • Hühneraugen, Warzen oder eine übermäßige Bildung von Hornhaut sollten Sie lieber einen Podologen behandeln lassen.
  • Bei Verdacht auf Fußpilz sollten Sie umgehend einen Arzt konsultieren.
  • Nägel können gefeilt aber nicht geschnitten werden. Die Gefahr sich zu verletzen ist zu hoch.
  • Achten Sie darauf die Nägel gerade und nicht rund zu feilen, da sie sonst einwachsen.
  • Pflegen Sie die Füße mit Produkten, die Harnstoff enthalten. Dieser versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und beugt der Bildung von Hornhaut vor.
  • Versuchen Sie es zu vermeiden, an öffentlichen Orten wie beispielsweise im Schwimmbad barfuß zu gehen.

 

Weiterführende Informationen:

Fußpflege – so bringen Sie Ihre Füße zum strahlen
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