Cluster Kopfschmerzen – Symptome & Therapie

Es ist wohl die schlimmste Form von Kopfschmerzen, die man sich vorstellen kann. Wie aus dem Nichts kommend, stark genug um Übelkeit, Schwindel oder gar Tränen auszulösen und unberechenbar in Dauer und Regelmäßigkeit. Die Rede ist nicht von Migräne oder klassischen Kopfschmerzen, sondern vielmehr von sogenannten Clusterkopfschmerzen. Doch was genau ist ein Cluster Kopfschmerz, was löst diese Schmerzen aus und wie kann Betroffenen geholfen werden?

Was sind Cluster Kopfschmerzen?

Die Bezeichnung Clusterkopfschmerz umschreibt eine besondere Form von Kopfschmerzen, die als übermäßig stark und sehr einseitig beschrieben werden und nicht selten in Form von Kopfschmerzattacken auftritt. In der Medizin als Bing-Horton-Syndrom bezeichnet, gelten Cluster Kopfschmerzen als überaus starke und für den Betroffenen belastende Schmerzen, da diese schubweise und sehr intensiv auftreten.

Cluster Kopfschmerzen:

  • Werden auch als Bing-Horton-Syndrom bezeichnet.
  • Treten in Form von übermäßig starken Kopfschmerzattacken auf.
  • Werden in der Regel von Begleiterscheinungen begleitet.
  • Können mehrfach täglich oder aber mit großen Abständen auftreten.

Die große Besonderheit des Cluster Kopfschmerz ist einerseits die Intensität, mit der der Schmerz eintritt, andererseits aber auch das Ausmaß an begleitenden Symptomen. So ist es für viele Betroffene leider vollkommen normal, dass neben den überaus starken und stechenden Schmerzen Beschwerden wie starker Schwindel oder Übelkeit auftreten. Darüber hinaus ist der Schmerz meist so stark, dass der Körper auf diesen mit Tränenbildung reagiert. Man weint sprichwörtlich vor Schmerzen.

Cluster Schmerzen sind keine einfache Migräne!

Leidet man unter Cluster Kopfschmerzen, so leidet man unter einer ganz besonderen und heimtückischen Form von Kopfschmerzen. Der Schmerz kommt bei vielen Patienten regelrecht aus dem Nichts heraus. Gerade ist noch alles gut und nur wenige Augenblicke später lähmt der einseitig eintretende sehr intensive Schmerz regelrecht den Betroffenen. Die Dauer der so eintretenden Schmerzattacken kann je nach Patient unterschiedlich ausfallen. Manche Patienten berichten von mehrmals täglichen Attacken mit einer Dauer von rund 15 Minuten. Andere Patienten berichten von Attacken mit einem Ausmaß von bis zu drei Stunden.

Vergleichbar individuell ist der Intervall dieser Schmerzen. Manche Patienten leiden mehrmals täglich an den Cluster Kopfschmerzen, andere Patienten leiden lediglich alle paar Monate – dann jedoch meist sehr lange – an dem stechenden und punktuell konzentrierten Kopfschmerz, der meist auch nur geringfügig mit Schmerzmedikamenten aus der Apotheke gelindert werden kann.

Ursachen des Bing-Horton-Syndroms (Cluster-Kopfschmerz)

Die Ursachen und somit Auslöser des Bing-Horton-Syndroms und den damit verbundenen Cluster Kopfschmerzen sind trotz moderner Forschung und zahlreicher Forschungsstudien in diesem Bereich bis heute nicht vollständig geklärt. Das Krankheitsbild als solches sowie dessen mögliche Ursachen können aufgrund der sehr großen Bandbreite an unterschiedlichen Patientengeschichten nur schwerlich auf einzelne auslösende Faktoren begrenzt werden.

Bislang gilt in Fachkreisen keine einzelne Ursache als gesicherter Auslöser des Bing-Horton-Syndroms, jedoch vermuten Forscher auf dem Gebiet der Cluster Kopfschmerzen, dass diese durch Fehlfunktionen im autonomen Nervensystem auftreten und verstärkt werden könnten. Doch auch eine genetische Veranlagung gilt in den vergangenen Jahren als durchaus mögliche Ursache für das Auftreten des Bing-Horton-Syndroms.

Ursachen für Clusterkopfschmerz:

  • Konnten bislang wissenschaftlich noch nicht abgeklärt werden.
  • Werden im Bereich des Hypothalamus vermutet.
  • Könnten im Bereich der genetischen Veranlagung gefunden werden.

Doch obgleich bislang die tatsächlichen Ursachen dieser Erkrankung nicht zweifelsfrei abgeklärt werden konnten, gelten zahlreiche Lebensumstände als förderlich für das Entstehen wie auch die Entwicklung des Bing-Horton-Syndroms. Zu eben diesen Lebensumständen gehören mitunter der übermäßige Konsum von Alkohol und Nikotin sowie eine allgemeine ungesunde Lebensweise mit zu wenig Bewegung. Darüber hinaus schein sogenanntes Flimmerlicht (Fernsehen, Computer etc.) die Entstehung und Dauer einer Cluster Kopfschmerzattacke zu fördern und / oder zu verlängern.

Risikofaktoren die den Cluster Kopfschmerz begünstigen

Zu den möglichen Risikofaktoren, die den Cluster Kopfschmerz auslösen oder verstärken können werden somit in der heutigen Zeit folgende Aspekte gezählt:

  • Konsum von Alkohol und Nikotin.
  • Ungesunde Ernährung mit einem großen Anteil von Schokolade, Nüsse und Käse.
  • Ein übermäßiger Konsum von histaminhaltigen Nahrungsmitteln.
  • Sogenanntes Flimmerlicht
  • Der Aufenthalt in sehr großen Höhen
  • Übermäßige und dauerhafte körperliche Anstrengung
  • Der Konsum von gefäßerweiternden Medikamenten (z.B.: Nitroglyzerin)

Aufgrund nach wie vor eher übersichtlichen Wissensgrundlage bezogen auf die Auslöser und Ursachen der Cluster Kopfschmerzen ist eine Behandlung wie auch eine Diagnose dieser Erkrankungen in der heutigen Zeit nur erschwert möglich. Oftmals einzig an den Symptomen erkennbar, ist das Bing-Horton-Syndrom

Anzeichen und Symptome für Cluster Kopfschmerzen

Treten Cluster Kopfschmerzen auf, sind diese überaus schmerzhaft für den Betroffenen. Betroffene sprechen von einem Schmerz, als würde ihnen ein glühendes Eisen in die Schmerzregion gestochen werden. Somit ergibt sich eine Symptomatik, die in jedem Fall um ein vielfaches Stärker ist, als der Schmerz der zum Beispiel im Zuge einer Migräneattacke auftritt. Eben diese sehr starken und punktuell begrenzten Schmerzen sind das bekannteste und eindeutigste Symptome des Bing-Horton-Syndroms und den damit verbundenen Cluster Schmerzen.

Klassische Begleiterscheinungen des Bing-Horton-Syndroms

Darüber hinaus treten direkt vor, während oder aber auch nach der Schmerzattacke zahlreiche weitere Beeinträchtigungen auf, die anhand ihrer Charakteristiker (die Beschwerden treten grundsätzlich immer nur in jenem Gesichtsfeld auf, in dem auch der Schmerzpunkt liegt) in der heutigen Zeit als mögliche Symptome und Anzeichen der Cluster Kopfschmerzen gewertet werden. Hierzu zählen:

  • Ein Tränendes Auge
  • Gerötete Bindehaut des Auges
  • Eine leichte bis starke Lidschwellung
  • Eine laufende / verstopfte Nase
  • Starkes Schwitzen an der Stirn oder einzelnen Gesichtsteilen

Darüber hinaus kann es im Zuge von Cluster Kopfschmerzen zum sogenannten Horner-Syndrom kommen. Dieses Syndrom tritt zwar nicht ausschließlich in Verbindung mit Cluster Schmerzen auf, ist jedoch ein sehr häufiges Begleitsyndrom. Meist nur in Verbindung mit sehr starken Schmerzattacken eintretend, zeichnet das Horner-Syndrom aus, dass zunächst die Pupille des betroffenen Auges stark verengt wird. In der Folge scheint das Auge in der Augenhöhle eingesunken zu sein und das obere Augenlid erschlafft und kann sichtbar in das Sichtfeld sinken.

Cluster Schmerzen & Horner-Syndrom – die schwerste Ausprägung des Bing-Horton-Syndroms

Allem voran, wenn Cluster Kopfschmerzen in Verbindung mit dem Horner-Syndrom auftreten, sprechen Experten von der stärken bekannten Form des Bing-Horton-Syndroms. Die Folgen beider Syndrome können langfristig und dauerhaft sein, weswegen eine umgehende und zeitnahe Behandlung beider Erkrankungen zwingend nötig ist, um die Lebensqualität des Patienten bestmöglich erhalten und fördern zu können.

Diagnose & Ursachenfindung – Wie erkennen Ärzte das Bing-Horton-Syndrom?

Diagnose und Ursachenfindung von Cluster Kopfschmerzen

Die Diagnose von Cluster Kopfschmerzen ist nur anhand der Symptome möglich.
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Experten und Forschungsinstitute stehen noch ganz am Anfang ihrer Suche nach den Ursachen des Bing-Horton-Syndroms. Niemand kann mit Gewissheit sagen, wie es entsteht und warum es entsteht und so ist die Diagnose von Cluster Kopfschmerzen für viele Ärzte eine wahre Herausforderung. Denn solange die moderne Wissenschaft keine klaren Ursachen und Auslöser findet, gilt es die Symptome zu erkennen und richtig zu deuten.

Die Diagnose des Bing-Horton-Syndroms:

  • Ist für Hausärzte (praktische Ärzte) nur schwer möglich.
  • Erfordert in der Regel eine lange Ursachenfindung.
  • Wird in der Regel erst im Zuge zahlreicher Untersuchungen durch Neurologen erstellt.

Genau hier beginnt das Problem für Ärzte wie auch Betroffene gleichermaßen. Denn Symptome sind nicht immer auf ein Krankheitsbild alleine auszulegen. Zahlreiche Erkrankungen und Störungen im Körper können die einzelnen Anzeichen der Cluster Schmerzen hervorrufen und so ist leider nach wie vor die Anzahl der korrekten Diagnosen im Zuge des Bing-Horton-Syndroms erschreckend gering. Nur Ärzte, die sich dem Thema ausreichend gewidmet haben oder aber nach einem sehr langen Behandlungsweg wird die Krankheit als solche erkannt.

Betroffene sollten für eine schnellstmögliche Diagnose:

  • Ein detailliertes Schmerztagebuch führen.
  • Alle relevanten Informationen zu den Symptomen und zum Auftreten der Schmerzen dem Arzt bereitstellen.
  • Im Zweifel selbstständig auf eine Überweisung an einen Facharzt bestehen.

Diese schwere Diagnosefindung ist gerade für Betroffene ein Leidensweg, der nur schwerlich zu ertragen ist. Depressionen und ähnliche Krankheitsbilder sind nicht selten der Fall von zu späten oder aber nicht erfolgen Diagnosen und so gilt bei Verdacht auf das Bing-Horton-Syndrom in jedem Fall die Empfehlung, einen Facharzt für Neurologie aufzusuchen. Diese kennen das Bing-Horton-Syndrom in der Regel aufgrund ihres umfangreichen Fachwissens und sind somit in der Lage die feinen Unterschiede zwischen klassischen Schmerzerkrankungen und dem Bing-Horton-Syndrom zu erkennen. Darüber hinaus verfügen Fachärzte für neurologische Erkrankungen in der Regel über die nötigen Untersuchungsmöglichkeiten, um andere Krankheiten als Ursachen für die Beschwerden ausschließen zu können.

Diagnose des Bing-Horton-Syndroms beim Facharzt

Grundsätzlich wird der Verdacht auf das Bing-Horton-Syndrom in der heutigen Zeit anhand fester Kriterien bewertet. Hierzu zählt zum einen die Anamnese, die die Krankengeschichte des Patienten sowie dessen persönliche Lebensumstände abklärt. Sowie die Bewertung der bisherigen Schmerzattacken. Im Zuge der Anamnese werden mitunter folgende Aspekte / Fragestellungen abgeklärt:

  • Wann trat der Kopfschmerz erstmalig auf?
  • Wie oft und in welchem Abstand treten die Schmerzen auf?
  • Wie lange dauern die Schmerzattacken an und sind diese gleich bleibend stark?
  • Kann der Patient eine Verbindung von Schmerzattacken und besonderen Ereignissen im Alltag herstellen? (zum Beispiel stress, starke Reize etc.)
  • Wie wirkt sich der Konsum von Schmerzmitteln aus?
  • Welche Schmerzmittel / Schmerztherapien hat der Patient bereits mit welchen Erfolg versucht?

Ist das allgemeine Krankheitsbild erstellt, wird sich den einzelnen Schmerzattacken im Detail gewidmet. Nun gilt es herauszufinden, wie sich die Charakteristika der Schmerzen darstellen und ob es Veränderungen im Verlauf der Krankheit gibt. Anhand der internationalen Kopfschmerz-Klassifikation (ICHD-2) wird dann vom Arzt eine umfassende Diagnosebewertung vorgenommen, bei der mitunter folgende Aspekte Beachtung finden:

  • Kam es zu mindestens 5 Schmerattacken?
  • Wie können die Schmerzattacken hinsichtlich Dauer, Regelmäßigkeit und Intensität bewertet werden?
  • Traten klassische Symptome oder Begleiterscheinungen auf und wenn ja welche?
  • Ist es auszuschließen, dass die Schmerzen auf eine andere Erkrankung zurückzuführen sind?

Anhand all dieser Faktoren werden im Vorfeld der Diagnose alle relevanten Informationen zusammengetragen und bewertet. Im Falle von nach wie vor offenen Zweifeln werden im Anschluss nicht selten Untersuchungen der Hirnströme im Zuge einer Elektroenzephalographie (EEG) erstellt um so die abschließende Diagnose ermöglichen zu können.

Die Diagnose von Cluster Kopfschmerzen ist somit ein sehr umfassender Prozess, der in der Regel nicht binnen weniger Minuten möglich ist. Experten raten davon ab, ein Bing-Horton-Syndrom voreilig zu diagnostizieren, da Cluster Kopfschmerzen in ihrer Wirkungsweise wie auch ihrem ersten Erscheinungsbild anderen Krankheiten sehr ähnlich sein können. Große Verwechslungsgefahren bestehen zum Beispiel im Bezug auf Migräne oder aber paroxymale Hemikranie sowie der Trigeminusneuralgie.

Therapie & Behandlung – Schmerzfrei ohne direkter Heilung?

Gegen Cluster Kopfschmerzen hilft oft eine Behandlung

Gegen Cluster Kopfschmerzen eine Behandlung hilfreich
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Cluster Kopfschmerzen sind eine überaus starke Belastung für Betroffene wie auch deren direktes privates Umfeld. Die Schmerzen können von einer Minute auf die nächste Eintreten und den Alltag zumindest zeitweise vollkommen lahmlegen. Entsprechend groß ist der Wunsch von Betroffenen wie auch deren Angehörigen eine nachhaltige Behandlung zu finden, die das Krankheitsbild als solches behandelt. Doch leider ist genau diese Heilung des Bing-Horton-Syndroms bislang nur bedingt möglich. Da die Ursachen der Krankheit nach wie vor unbekannt sind, können diese schlicht und ergreifend nicht behandelt werden. So bleibt den Betroffenen nur eine langwierige und zum Teil nicht immer vollständig wirksame Behandlung der Symptome und Auswirkungen der Krankheit.

Die medikamentöse Therapie der Cluster Kopfschmerzen

So bleibt also in den meisten Fällen die rein medikamentöse Behandlung der Kopfschmerzen, die durch besondere Medikamente ermöglicht wird. Denn klassische Schmerztabletten wie zum Beispiel Ibuprofen oder Aspirin zeigen bei Cluster Kopfschmerzen in der Regel keine Wirkung. Es braucht andere Wirkstoffe und Dosierungen um die stechenden Schmerzen betäuben zu können. Wichtig hierbei ist zu verstehen, dass die Behandlung der Cluster Kopfschmerzen wirklich nur eine reine Betäubung des Schmerzreizes darstellt und nicht die Lösung der ursprünglichen Probleme.

Die medikamentöse Therapie beinhaltet:

  • Eine vorbeugende Behandlung (Cluster-Kopfschmerz-Prophylaxe)
  • Eine Akutbehandlung im Falle von Schmerzattacken

Patienten, die an dem Bing-Horton-Syndrom erkrankt sind, müssen sich somit auf eine langfristige und reine Schmerztherapie einstellen. Grundsätzlich erfolgt diese Schmerztherapie auf der Basis zweiter Therapieformen. Die Akutbehandlung im Falle von Schmerzattacken und die vorbeugende Behandlung, die darauf abzielt, das Eintreten von Schmerzattacken nach Möglichkeit zu verhindern.

Allem voran im Bereich der prophylaktischen Cluster-Kopfschmerz-Therapie finden diverse Schmerzmittel und Inhaltsstoffe Anwendung, die nicht immer als unbedenklich angesehen werden können. So wird zum Beispiel der Wirkstoff Verapamil als primärer Wirkstoff in der prophylaktischen Cluster-Kopfschmerz-Therapie verwendet. Doch auch Wirkstoffe wie Lithium oder Topiramat finden Anwendung in der prophylaktischen Behandlung von Cluster Kopfschmerzen. Da die Behandlung dauerhaft erfolgt und eine dauerhafte Einnahme von Schmerzmedikamenten zahlreiche Begleiterscheinungen mit sich bringen kann, werden in der Vorsorglichen wie auch Akutbehandlung von Cluster Kopfschmerzen oftmals umfassende Vorsorgemaßnahmen ergriffen, um zum Beispiel durch den Konsum der Medikamente keine Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich auftreten zu lassen.

Alles in allem gilt, die Behandlung von Cluster Kopfschmerzen ist langwierig und zum aktuellen Zeitpunkt der wissenschaftlichen Forschung als eine Symptombehandlung anzusehen. Patienten sind somit auf eine medikamentöse Betäubung der Schmerzen angewiesen und können nur bedingt, abseits der Therapie eine Verbesserung der Erkrankung herbeiführen.

Tipps für Betroffene: Und plötzlich ist er da, der Cluster Kopfschmerz!

Tipps für Betroffene von Cluster Kopfschmerzen

Einfache Tricks können im Alltag spürbare Wirkung zeigen
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Für Betroffene ist das Bing-Horton-Syndrom in jedem Fall eine sehr starke Belastung mit vielen negativen Auswirkungen. Doch obgleich die Krankheit in der heutigen Zeit als nicht heilbar gilt, müssen Betroffene nicht verzweifeln. Eine kompakte und umfassende medizinischen Behandlung in Form einer Akutbehandlung bei Schmerzattacken sowie einer Cluster-Kopfschmerz-Prophylaxe kann den Alltag bereits erheblich verbessern und mit den nun folgenden Tipps und Ratschlägen, kann die Lebensqualität trotz Bing-Horton-Syndrom und rasender Kopfschmerzen weiter angehoben werden.

Ruhe und Entspannung beugen Schmerzattacken vor!

Zahlreiche Studien haben bestätigt, dass innere Ruhe und bewusste Entspannungsphasen die Anzahl der Cluster Schmerzattacken spürbar reduzieren können. Will man also neben der medikamentösen Behandlung die Cluster Kopfschmerzen nach Möglichkeit reduzieren, sollte man in jedem Fall feste Ruhe- und Entspannungsphasen in den Alltag einbinden. So reduziert sich die innere Anspannung, der Körper kommt zur Ruhe und das Ausmaß sowie die Anzahl der auftretenden Schmerzattacken könnten spürbar reduziert werden.

Flimmerlicht reduzieren und ausreichend Frischluft zuführen!

Ein weiteres bewährtes Mittel soll die Reduktion von Flimmerlicht und die aktive Zufuhr von Frischluft sein. Das frische Luft bei Schmerzattacken immer wieder gute Dienste leistet, dass ist unbestritten zudem fördert sie das allgemeine Wohlbefinden. Wer also vor oder nach einer Schmerzattacke mit bewussten Atemübungen Frischluft zuführt, der kann sehr gute Ergebnisse erhalten und somit das Ausmaß der Schmerzattacken reduzieren.

Darüber hinaus gilt Flimmerlicht, also das Licht von Computern, Fernsehern oder aber auch das Licht im Kino als sehr wahrscheinlicher Auslöser von Cluster Kopfschmerzattacken. Reduzieren Sie dieses Licht nach Möglichkeit so weit, dass ihr Körper nur noch vereinzelt diesem besondern Lichtreiz ausgeliefert ist. So sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Schmerzattacke spürbar.

Verzicht auf ungesunde Lebensweisen!

Eine gesunde Lebensweise ermöglicht ein gesundes Leben. Allem voran für Cluster-Patienten gilt somit der nach Möglichkeit vollständige Verzicht auf Nikotin, Alkohol und ungesunde Ernährungsweisen. Wer den Konsum dieser ungesunden Lebensmittel und Lebensbestandteile vermeidet, kann die Auswirkung des Bing-Horton-Syndroms bewusst beeinflussen. Der Körper wird gestärkt und ist somit eher in der Lage, die Schmerzreize nicht aktiv umzusetzen. Verzichten Sie also bewusst auf Alkohol und Nikotin, ungesunde Lebensmittel oder aber Lebenseigenarten die mit wenig Aktivität und zu viel Flimmerlicht verbunden sind. Stubenhocker sollten also den Computer und Fernseher ausmachen und lieber etwas hinaus an die Frische Luft gehen, so reduzieren sich die Schmerzattacken in der Regel sehr schnell spürbar.

Yoga, Atemübungen und weitere Mittel gegen akute Schmerzphasen

Was tun bei Cluster Kopfschmerzen? Yoga hilft am meisten

Yoga hilft gegen Cluster Kopfschmerzen
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Setzt dann doch einmal eine der akuten Schmerzphasen ein, gilt eines … bleiben Sie ruhig. Tiefe Atemübungen können dabei helfen, den Schmerze in wenig leichter zu ertragen. Zusätzlich berichten viele Patienten, dass eine Abdunklung des Raums und aktive Zufuhr von Frischluft ebenso die Intensität des Schmerzes sowie die Dauer der Schmerzattacke beeinflusst haben. Wenn die nächste Schmerzattacke beginnt versuchen sie diese doch einfach einmal mit folgenden Maßnahmen zu überwinden:

  • Versuchen Sie sich zu entspannen und dem Schmerz keine aktive Beachtung zu schenken.
  • Dunklen sie den Raum ab und öffnen sie ein Fenster, achten sie hierbei jedoch darauf, dass kein direkter Luftzug zu ihnen besteht.
  • Schalten sie alle Geräte die Geräusche verursachen aus – Fernseher, Radio, Handy etc.
  • Nehmen sie eine liegende Haltung ein, bei der ihr Kopf etwas erhöht liegt.
  • Atmen sie bewusst ein und aus. Fokussieren sie sich einzig auf das Atmen, nicht auf den Schmerz!

Es mag einfach und unspektakulär wirken, doch mit diesen einfachen Maßnahmen lässt sich eine akute Schmerzphase meist um einiges leichter überwinden, als wenn diese bewusst durchlebt wird. Versuchen sie es und bedenken sie bitte dabei, nur die medikamentöse Behandlung kann die Schmerzphase wirklich unterbrechen. Unser Rat bezieht sich also auf eine Maßnahme, die in Kombination mit der von ihrem Arzt verschriebenen Medikamente für die Behandlung einer akuten Schmerzphase.

Clusterkopfschmerz erkennen und behandeln

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