Besser schlafen – aber wie?

Man wälzt sich von einer Seite auf die andere, doch der ersehnte Schlaf will sich einfach nicht einstellen – schlaflose Nächte hat jeder schon einmal erlebt. Doch woran liegt es? Warum genau weigert sich das Sandmännchen von Zeit zu Zeit beharrlich, etwas Sand in die Augen zu streuen? Die Gründe sind vielfältig – angefangen von psychischen Belastungen und Stress bis hin zu Allergien und körperlichen Beschwerden. Guter, gesunder Schlaf ist von immenser Bedeutung für uns. Schläft man zu wenig, findet der Organismus nicht die nötige Erholung und es kann es zu unterschiedlichsten Beschwerden kommen. Ausgeprägte Tagesmüdigkeit, Leistungs- und Konzentrationsschwächen, Frösteln, Kreislaufprobleme und Stimmungsschwankungen sind nur einige davon. Die Liste der Symptome ließe sich noch lange fortführen. Kein Wunder, schließlich dient die Nachtruhe in erster Linie der Regeneration des Körpers. Finden die nötigen Heilungsprozesse nicht statt, hat der Körper tagsüber zu kämpfen.

Schlafprobleme sind dazu da, um gelöst zu werden

Tipps gegen Schlafprobleme

5 Tipps gegen Schlafprobleme

Verfallen Sie nicht sofort in Panik, wenn Sie eine oder mehrere Nächte hintereinander nicht gut schlafen. Das ist völlig normal und kein Grund, sich Sorgen zu machen. Vielleicht helfen Ihnen ja schon diese fünf Tipps dabei, Ihren Schlaf nachhaltig zu verbessern:

  1. Gehen Sie erst dann schlafen, wenn Sie wirklich müde sind.
  2. Trinken Sie keine koffeinhaltigen Getränke nach 16 Uhr, dazu zählen beispielsweise Kaffee, Cola, Limonaden sowie verschiedene Teesorten.
  3. Setzen Sie abends auf leichte Kost, damit unterstützen Sie Ihren Körper bei seiner Verdauungsarbeit. Gemüse, mageres Fleisch und Fisch eignen sich ideal als abendliche Mahlzeit.
  4. Verbannen Sie belastende Gedanken aus Ihrem Kopf. Alle Sorgen und Probleme lassen sich auch am nächsten Tag noch wälzen – aber dann ausgeschlafen!
  5. Trainieren Sie, wenn möglich, nicht am Abend – dann sind Sie nämlich zu aufgedreht, um einschlafen zu können.

Wenn Sie diese Tipps eine Weile umsetzen und dennoch keine Besserung eintritt, basiert Ihr Schlafproblem vielleicht auf einer Konfliktsituation oder hat etwas mit Ihrer Schlafumgebung zu tun. Aber auch in diesem Fall gilt: Überlegen Sie, welche Gründe Ihr Schlafproblem haben könnte. Wenn Sie zu keinem Ergebnis kommen oder das Problem selbst nicht lösen können, hilft möglicherweise auch ein Gespräch mit einem Arzt.

Schlaftipps für jedermann

Wer kennt das nicht? Von links nach rechts wälzen, mal schwitzen, dann wieder frieren. Und wenn man es doch endlich geschafft hat, sich mittels Schäfchen-Zählen oder sonstigen Geheimrezepten aus Omas Trickkiste in den Schlaf zu wiegen, ist man morgens nach dem Aufstehen trotzdem völlig gerädert. Sowohl für den Körper als auch den Geist ist eine unruhige oder sogar schlaflose Nacht absolutes Gift! Folgend einige hilfreiche Tipps für eine erholsame Nachtruhe.

Grundregel Nummer eins: Höre auf deinen Körper. Im Normalfall zeigt er dir, wann es Zeit ist, ins Bett zu gehen. Besonders wichtig ist es, zwischen ein und drei Uhr nachts zu schlafen, denn hier ist die Melanin-Produktion am höchsten. Am besten gewöhnt man sich an regelmäßige Einschlafrituale und versucht, immer (circa) zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und wieder aufzustehen.

Wichtig sind außerdem das Raumklima und die Gestaltung des Schlafzimmers. Wie der Name schon sagt, soll man in diesem Zimmer schlafen – und nichts anderes. Dinge wie ein Fernseher oder Fitnessgeräte haben dort eigentlich nichts zu suchen. Möblierung und Farbgestaltung sollten eher geradlinig sein und nicht für Unruhe sorgen. Die perfekte Temperatur beträgt 15 bis 18 Grad. Achtung im Herbst und Winter: Trockene Heizungsluft stört den Schlaf.

Wer aktiv ist, schläft gut

Bewegung gegen Schlafproblem

regelmäßig Sport betreiben

Selbstverständlich hat auch die Lebensweise viel Einfluss auf unsere Nachtruhe. Wer sich regelmäßig körperlich betätigt, schläft nachts nachweislich besser. Auch gesunde Ernährung ist maßgeblich. Meiden Sie Kohlenhydrate oder auch Obst zum Abendessen. Diese können nachts viel schlechter verdaut werden als zum Beispiel Eiweiß und Gemüse. Leichte Kost ist also angesagt!

Ein weiterer guter Tipp, der wohl in den meisten Fällen gilt: Wer billig kauft, kauft doppelt. Bei Bettdecke, Matratze und Polster sollte man in jedem Fall auf Qualität achten. Denn: Wie man sich bettet, so liegt man bekanntlich auch.

Und hier noch ein letzter Ratschlag: Wer die Möglichkeit hat, sollte das gute alte Mittagsschläfchen wieder aufleben lassen. Auch unter dem Namen „Power-Napping“ bekannt, wird es zunehmend beliebter. Unternehmen wie Google führten den Mittagsschlaf bereits verpflichtend für ihre Mitarbeiter ein. 10 bis 15 Minuten reichen schon, um die Akkus wieder aufzuladen und die Kreativität fließen zu lassen.

Gesundes Schlafen, ohne Schnarchen

Jede Nacht das gleiche Problem: Nach einem ebenso langen wie ermüdenden Arbeitstag soll der erholsame Schlaf die erlittenen Wunden heilen. Doch im Ehebett, der Wohngemeinschaft oder dem angrenzenden Hotelzimmer liegt jemand, der Ähnliches vorhat – und der dabei erheblichen Krach erzeugt. Denn wer schnarcht, beeinträchtigt die Ruhephase anderer Menschen in der Nähe meist in üblen Ausmaßen. Auch wenn das stets unbemerkt vom Betroffenen geschieht und er auf Nachfrage in der Regel nicht wissen wird, dass er der Urquell des Lärmes war. Doch was genau lässt sich dagegen eigentlich tun und wie kann dem nächtlichen Gebrumm auch dauerhaft Einhalt geboten werden?

Schnarchen

Schnarchen beeintächtigt die Ruhephase anderer Menschen

Warum wir schnarchen

Ob und wie intensiv jemand schnarcht, hängt meist vom Mund- und Rachenraum einer Person ab. Eine schlaffe Muskulatur im Mund sowie ein verengter Rachen erzeugen in der Regel starke Vibrationen des Gaumens oder des Zäpfchens. Wie eine im Winde wehende Fahne wird dabei die Geräuschkulisse produziert, die anderen Menschen schnell einmal den Schlaf raubt. Je nach Liegeposition kann es zudem eine Abänderung des Schnarchens geben – sogar ein gänzliches Aussetzen ist dabei keine Seltenheit. Sobald sich der Erzeuger des Geräusches aber dreht, wird er auch wieder in ein lautes Schnarchen verfallen. Dauerhafte Ruhe lässt sich daher meist nicht finden.

Hilfe gegen Schnarchen

Wer den nächtlichen Attacken Abhilfe verschaffen will, kann dabei aus unterschiedlichen Möglichkeiten wählen. Die schonendste Variante ist das Nasenpflaster, das die Atemwege erweitern und somit den Mundraum entlasten soll. Bei leichten Schnarchproblemen kann es auch durchaus helfen. Etwas unbequemer ist da schon der aufblasbare Rückenrucksack: Er verhindert es, dass sich der Betroffene auf den Rücken drehen kann und dort die meist sehr lauten Geräusche produziert. Die Anwendung sollte allerdings zuvor getestet werden und wird nicht von jedem Benutzer gemocht. Ebenso kann aber auch ein großes Kissen unter den Rücken gelegt werden, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Weitere Maßnahmen gegen das Schnarchen

Nicht selten hat das nächtliche Geräusch eine Ursache, an die zunächst niemand denken würde. So kann eine Allergie gegen Hausstaub, Tierhaare oder Pollen vorliegen und zur Erzeugung des Lärmes führen, da sich die gesamte Atmung verändert. Ausreichende Belüftung vor dem Zubettgehen ist daher ebenso wichtig wie das regelmäßige Auswaschen der Bettbezüge. Analog des Rückenrucksacks sollte zudem die Schlafposition leicht erhöht eingenommen werden. Ein doppeltes Kissen erfüllt den Zweck meist sehr gut. Hilfreich ist es zudem, auf Schlafmittel zu verzichten. Sie lassen den Betroffenen oft so tief ins Reich der Träume sinken, dass er seine Liegeposition im Schlaf nicht instinktiv korrigieren kann.

Medizinische Unterstützung

Hilfe durch einen Arzt ist ebenso möglich. Sie liegt vor allem in der Kieferschiene, die eine Korrektur des Mundes erlaubt und meist die Verkürzung des Unterkiefers als Ursache des Schnarchens behebt. Ähnlich kann eine Schlafmaske wirken, die allerdings auch zunächst Überwindung erfordert: Das Anlegen der Gesichtsbedeckung während der Nacht ist ungewohnt, kann aber zu einem gesunden und erholsamen Schlaf führen. Denn auch der Betroffene selbst kommt damit zur Ruhe. Operative Maßnahmen sollten dagegen nur im Ernstfall eingesetzt werden. Bei ihnen ist die Bandbreite der Möglichkeiten sehr groß und nur der Schlaftherapeut kann aus ihnen das geeignete Mittel wählen.

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