Ayurveda – die Wissenschaft vom Leben

Gesundheit, Entschleunigung, Ruhe, Entspannung, Ausgleich – das sind die großen Stichworte der Kunst des Ayurvedas. In einer Zeit, wo technisches und wirtschaftliches Wachstum über allem steht und die Menschen nach Reichtum und beruflichem Erfolg streben, sind Ruhephasen und Zeit, um sich zu entspannen oft knapp bemessen. Durch den Leistungsdruck innerhalb der Gesellschaft gelingt es vielen Menschen nicht ihre „Mitte“ zu finden und mit dem, was Sie haben, zufrieden zu sein. Um die täglichen Herausforderungen des Alltags jeden Tag aufs Neue meistern zu können, ist es aber essentiell Dinge zu tun, die einem Spaß machen und die der Seele gut tun. Die Heilpraktiken Ayurveda und Yoga sind darauf spezialisiert Körper, Seele und Geist in Einklang zu bringen. Zu einem gesunden Körper gehört regelmäßige Bewegung, Entspannung und gesunde Ernährung. Ein allumfassendes Wohlgefühl wird durch bestimmte Heilverfahren und Behandlungsmethoden sowie Diäten, Yoga, Meditation und bewusste Ernährung begünstigt.

Was ist Ayurveda eigentlich genau?

Ayurveda ist ein sehr altes, medizinisches System aus Indien und ein ganzheitliches Lebenskonzept das Wohlgefühl und Gesundheit verspricht. Es folgt dem Prinzip der altindischen Weltanschauung. Die überlieferten Schriften sind mehr als 5.000 Jahre alt. Gesundheitliche Praktiken beinhalten ayurvedische Massagen, Stimulierung der Energiezentren und Ernährungs- und Produktempfehlungen. Wirklich anerkannt in Europa ist Ayurveda lediglich in der Schweiz und in Holland. Immer mehr Menschen bemühen sich darum, bewusst zu leben, in der Hoffnung Sie würden eines Tages Ihr „wahres Ich“ entdecken. Charakteristisch für Ayurveda ist die große Bedeutung die der Lebensweise beigemessen wird. Der Alltag eines Menschen hat den größten Einfluss auf seine Lebensdauer. Alles – von der Art der Atmung eines Menschen, über seine Schlafstellung bis hin zum Zeitpunkt seiner Mahlzeit – hat einen Einfluss auf den Gesundheitszustand. Im ayurvedischen Glauben ist die ganze Welt in fünf Elemente aufgeteilt: Feuer, Wasser, Erde, Luft und Raum. Sind diese Elemente im menschlichen Körper ausgeglichen, ist der Mensch in Harmonie mit der Welt. Kerala gilt als Wiege des Ayurveda, weil die Kunst dort in seiner ursprünglichsten Form praktiziert wird. Erst nach Indiens Unabhängigkeit erlangte Ayurveda seinen Status als Heilsystem wieder.

Die Ärzte der ayurvedischen Medizin verfolgen das Ziel, die Kluft zwischen Ost und West zu überbrücken. Mittlerweile ist die ayurvedische Medizin auch in weiten Teilen Europas sehr anerkannt. Die Menschen fahren sogar nach Indien, nur um die ayurvedische Medizin kennen zu lernen. Indische Heilerfamilien, sogenannte Vaydya geben ihr Wissen seit Jahrhunderten an nachfolgende Generationen weiter. In den vier Veden wurde das Wissen der Heiler niedergeschrieben. Dort findet man auch das Wissen der Heilung tausender Kräuter.

Doch das Interesse nimmt auch in der westlichen Welt zu. Seitdem Touristen zu Ohren gekommen ist, dass Ayurveda auch eine verjüngende Wirkung hat, säumen hier Ayurveda Spas und Erholungshotels die Strände (Kerala und Umgebung). Viele Erholungsurlauber verbinden den Urlaub mit einem Wellness-Aufenthalt. Die Menschen beschäftigen sich mit den Nahrungsmitteln, die gut für sie sind, ernähren sich bewusst, bekommen Ölbäder und machen Yoga. Für die ayurvedischen Heiler war Essen eine heilige Handlung und die Nahrung selbst eine Quelle der Heilung. Nahrungsmittel wurden von den frühen Ärzten des Ayurveda schon im Sanskrit nach Inhaltsstoffen, wie Proteine, Kohlehydrate und Stärke eingeteilt und hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Gesundheit des Menschen untersucht. Zudem wurden Sie nach Geschmacksrichtungen und Eigenschaften aufgeschlüsselt.

So hat sich Ayurveda entwickelt

Die Ayurvedische Kunst hat in der Vergangenheit generell sehr gelitten, das umfangreiche Wissen ging zu weiten Teilen verloren. Aus politischen Gründen war die ayurvedische Medizin kurz verboten, wurde zu einem späteren Zeitpunkt jedoch wiederbelebt. Nach Ende des 2. Weltkrieges setzten sich die Pharmazeutiker durch.In Indien ist Ayurveda ein anerkanntes medizinisches Fachgebiet. Es gibt zahlreiche Universitäten wo Ayurveda gelehrt wird. Die Ausbildung eines Ayurveda Therapeuten bzw- Arztes ist ähnlich, wie die eines Schulmediziners. Es gibt Vorlesungen, Prüfungen und Abschlussarbeiten. Die Ayurvedische Medizin kennt so manch eine Antwort auf Fragen, wo die Schulmedizin an Ihre Grenzen gestoßen ist. Eine einmalige Behandlung kostet mehr als 500 Rupien. Seit Jahren ist die westliche Wissenschaft darum bemüht das ayurvedische Wissen ins Begriffsfeld der modernen Medizin zu übersetzen. Es gibt auch Ärzte, die sich von der westlichen Medizin auf ayurvedische Behandlungsform umschulen lassen. Besonders in Europa misstrauen viele Menschen dieser Tage den chemisch hergestellten Medikamenten. Sie glauben, dass diese spätestens für die nächste Generation schädlich sein könnten. Das ist mit ein Grund, warum der ayurvedischen Medizin immer mehr Interesse zukommt. Im Jahr 2017 gibt es zahlreiche Bücher, Sportkurse und Rezepte die um dieses Thema kreisen.

Ayurveda – wie funktioniert diese Heilmethode?

Eine beliebtesten Anwendungsmethoden im Ayurveda – die Massage mit wohltuenden Gewürzen. Foto Bigstock http://www.bigstockphoto.com/22619570/vkph

Ayurveda ist eine alternative Heilmethode, die über die herkömmliche Schulmedizin hinausgeht. In Südindien sehen Heilmethoden noch ganz anders aus als bei uns. Hier gibt es zahlreiche alternative Praxen, wo viel mit Heilkräutern aus der Natur gearbeitet wird. Bei Kopfweh, verursacht durch Verstopfung der Stirnhöhlen, wird beispielsweise eine Mischung aus Kräuter, Wein, verschiedenen Ölen und Rosinen erstellt. Sie wirkt so, wie jedes andere Nasenspray. Heiler haben mit Hilfe von Ayurveda schon einige der ältesten Krankheiten der Menschheit bekämpft. In den letzten Jahren hat sich Ayurveda bereits über die Grenzen Europas hinaus verbreitet. Auch die Wissenschaft beschäftigt sich mittlerweile mit Ayurveda. Es gibt auch Pflanzendoktoren in der ayurvedischen Medizin. Bei Rheumatischer Artritis helfen Heilpflanzen wie Kurkuma Longa. Guduchi kann auch als Antibiotikum bei Halsschmerzen verwendet werden.

Vor allem chronisch erkrankte Menschen entscheiden sich häufig für diese Medizin, wenn die westlichen Methoden nicht mehr helfen. Ärzte der ayurvedischen Medizin wollen meist mehr über einen Menschen wissen. Für die Diagnose reicht es nicht, die Symptome zu kennen. Der Heilpraktiker beobachtet genau: Wie lebt der Mensch? Wie ernährt er sich? Hat er stress? Wann treten die Beschwerden auf? Die Ayurveda Kur bzw. Therapie erfolgt in zwei Phasen:

  1. Phase: Beratung
  2. Phase: externe Anwendung

Für die erste Phase wird meist eine Ernährungsumstellung angeraten, die durch Präparate aus Pflanzenextrakten unterstützt wird.

Die zweite Phase findet in der Therapie statt, wo der Körper gereinigt wird. Vor jeder Anwendung wird Puls und Befinden vom Arzt kontrolliert. Kräuteröl hilft bei Gelenksschmerzen, Kopfschmerzen und Hautproblemen. Es gilt seit der Entstehung von Ayurveda als ein sehr beliebtes Haus- und Heilmittel. Auf 40 Grad erhitzt, wirkt das Öl wohltuend und kann besser in den Körper eindringen. Medizinische Massagen und sanfte Abführmittel befreien den Körper von Giftstoffen.

Die ayurvedische Medizin basiert auf anderen Grundlagen als die westliche Schulmedizin. Bei einer einfachen Erkrankung, wie Schnupfen würde in der westlichen Medizin vermutlich Antibiotika verabreicht werden. In der ayurvedischen Medizin müssten hier vorerst Körperchemie und Doshas (Fehler) analysiert werden. Das beeindruckende daran ist, dass eine Wissenschaft dahintersteckt, die sehr exakt ist und deren Grundlagen sich über tausende von Jahren bewährt haben. Natürlich unterscheidet sich die ayurvedische Medizin sehr von unserer. Viele Krankheiten werden aber dennoch ähnlich klassifiziert. So wie die Ärzte im Westen, die Röntgenbilder einsetzen um die Physiologie des Patienten zu analysieren, verfügt auch Ayurveda über ganz spezielle Hilfsmittel zur Diagnose. In der ayurvedischen Medizin geben die Augen, die Zunge, die Lippen und die Fingernägel Auskunft über die Gesundheit eines Menschen. Besonders die Pulsuntersuchung gilt als eines der effizientesten Instrumente in der Palette des ayurvedischen Arztes. Der Puls gilt als Lebenslinie des Menschen – eine Linie durch den Körper, mit deren Hilfe der Heiler den Gesundheitszustand eines Menschen einordnen kann. Hier kann er feststellen, ob die lebenswichtigen Organe normal funktionsfähig sind. Es gibt 108 Pulskategorien. Die am weitesten verbreiteten sind die Schlange mit einem schnellen Puls, der Frosch mit einem unregelmäßigen Puls und der Schwan mit einem langsamen stabilen Puls. Hier stellt er fest ob das Pitta O.K. ist. Das Pitta ist verantwortlich für den Stoffwechsel, die Verdauung, den Wärmehaushalt im Körper, den Intellekt, den Hormonhaushalt und den emotionalen Ausdruck.

Ayurvedische Ärzte legen im Allgemeinen auf ganz andere Dinge Wert, solche die in der westlichen Medizin unbeachtet bleiben. Das besondere an der Ayurvedischen Medizin ist, dass es so viele Zusammenhänge zwischen äußeren Merkmalen und inneren Vorgängen des Körpers gibt. Man kann ganz viel anhand der äußerlichen Befindlichkeit feststellen. Röntgen, Mikroskope usw. das alles gibt es beim Ayurveda nicht. In der ayurvedischen Medizin beruht viel auf Beobachtung. Der Mensch wird durch Aktionen und Reaktionen gedeutet. In der westlichen Medizin gilt ein Kind mit zerebraler Lähmung als unheilbar. Im Ayurveda  wird diese Krankheit mit einer Öltherapie behandelt. Panchakarma ist Sanskrit und bedeutet fünffache Heilung. Das Prinzip wirkt ganzheitlich und setzt auf sanfte Heilung. Die Kenntnisse des Heilers entscheiden oft über Leben und Tod – so zum Beispiel im Falle eines Schlangenbisses. Hier gibt es kein Gegengift und keine Spritzen.

Richtige Ernährung mit Ayurveda

Gewürze spielen im Ayurveda eine ausschlaggebende Rolle. Foto Bigstock http://www.bigstockphoto.com/124933385/somegirl

Gewürze gelten als Juwelen der ayurvedischen Küche. Jedes Gewürz hat eine ganz spezielle Wirksamkeit. Die sogenannten Rasas sind nach Ayurveda die Eigenschaften eines jeden Lebensmittels. Sie haben starke Wirkungen auf die Doshas. Wer sich ayurvedisch richtig ernähren will, muss sich nach seinem Dosha-Typ ernähren. Die Rasas dienen dabei der Orientierung. Beim Essen muss Gleichgewicht herrschen. Süß, salzig, scharf usw. – alle Komponenten sollten zu gleichen Teilen vorhanden sein. Die Eigenschaften der Nahrungsmittel lassen sich nach Vata, Pitta und Kapha charakterisieren:

Vata: Das sind Menschen, die den Genuss lieben und sich instinktiv richtig ernähren. Ihre Verdauung ist jedoch nicht die stärkste, daher sind Gewürze mit süßlichem Geschmack und wärmender Wirkung zu empfehlen.

  • Ingwer
  • Fenchel
  • Anis
  • Nelke
  • Zimt
  • Thymian Basilikum

Pitta: Pitta-Menschen haben eine robuste Verdauung und können daher alles essen, was ihnen beliebt. Da Pitta-Typen zu Heißhunger neigen, sollten sie scharfe, heiße Speisen vermeiden. Alle bitteren und süßen Gewürze sind bedenkenlos konsumierbar.

  • Dill
  • Kardamom
  • Koriander
  • Kurkuma
  • Safran
  • Kreuzkümmel

Kapha: Besonders gut haben Sie es, wenn Sie der gemütliche Kapha-Mensch sind. Bei Stress neigen Sie dazu, mehr zu essen und in weiterer Folge zuzunehmen. Greifen Sie ruhig öfter mal zu scharfen, würzigen Gerichten. Grundsätzlich sind alle Gewürze ok, tierisches Eiweiß ist nicht empfehlenswert.

  • Chilli
  • Kurkuma
  • Kreuzkümmel
  • Pfeffer

Neben der Frage nach dem „Was?“ ist auch das „Wie?“ ausschlaggebend. Uhr- und Jahreszeit sind hier zu beachten. Es empfehlen sich drei regelmäßige Mahlzeiten am Tag. Nehmen Sie Abstand von Snacks für zwischendurch. In der Früh sollte man wenig essen, zu Mittag etwas mehr und am Abend nur noch leichte Speisen wie Suppe, Eintopf oder Reis mit leichtem Gemüse. Zwischen 14 und 18 Uhr empfiehlt es sich Tee zu trinken. Von schweren Lebensmitteln wie Käse, fettigem Fleisch und Eiern ist grundsätzlich abzuraten. Ganz besonders an heißen Tagen im Sommer sollte man kühle, befeuchtende Lebensmittel zu sich nehmen: Zucchini, Gurke, Pfirsich, Trauben… Nachdem die Frage nach dem „Wie?“ nun geklärt ist bleibt nur noch die Frage nach dem „Wer?“. Wer soll sich nach ayurvedischen Vorgaben ernähren? Die Antwort – jeder der Lust und Laune dazu hat. Vom gesundheitlichen Aspekt wäre ein Leben nach Ayurveda jedem (auch Kindern) zu empfehlen.

Langsames essen und keine Überfüllung des Magens trägt dazu bei Ihr Idealgewicht zu (be)halten. 4 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten wäre ideal. So kann es nicht passieren, dass neue Nahrung auf Unverdautes trifft und beugt Übersäuerung und Übelkeit vor. Auch in der Schwangerschaft können Sie sich bedenkenlos auch weiterhin nach Ayurveda ernähren. Zahlreiche Rezepte bauen auf dem Prinzip der Ernährung nach Ayurveda auf.

Gesund und schön mit Ayurveda

Wenn Sie sich schöne, reine Haut wünschen müssen Sie Ihre Ernährung auf Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse abstimmen. Ein aktiver Stoffwechsel (Agni) ist hierfür das um und auf. Finden Sie heraus, welcher der drei Dosha-Typen Sie sind und stimmen Sie Ihren Ernährungsplan darauf ab. An unserem Hautbild erkennt eine Expertin sofort, was der Grund für Hautunreinheiten ist. Diese hängen laut Ayurveda in jedem Fall mit einem gestörten Gleichgewicht zusammen. Die Doshas sollten nach Möglichkeit sehr genau berücksichtigt werden. Erhöhtes Vata führt zu trockener, schuppiger Haut, mit erhöhter Talgproduktion, erhöhtes Pitta zu Hautreizungen und Entzündungen und erhöhtes Kapha bildet fettige, talgige Haut. Mit diesen Nahrungsmitteln wird sich ihre Haut wie von selbst erholen: Basenreiche Gemüsesorten (Kartoffeln, Rote Bete, Sellerie), Mandelmilch, Milch mit Kurkuma, Kirschen.

Ayurvedische Behandlungsmethoden

Ein ayurvedischer Heiler muss bestimmte Eigenschaften haben. Ihn darf nichts Anderes interessieren, als sich um seine Patienten zu kümmern. Nur wenige praktizieren diese Heilmethode heute noch. Vom Insektenstich bis zu Krebs – Ayurveda behandelt alles was den Körper betrifft – denn es verfügt über einen unerschöpflichen Reichtum an Mitteln und Verfahren, die dem Rest der Welt so gut wie unbekannt sind.

Bei der Feuerbehandlung werden durch Wärme die Selbstheilungskräfte aktiviert. Danach ist die Körpertemperatur um ca. 2 Grad erhöht. Das reinigt die Blutgefäße, schmiert die Gelenke und erhöht die Flexibilität. Die Feuerbehandlung wurde einst von ayurvedischen Heilern entwickelt. Unterschiedliche Pulsschwingungen können Krankheiten und deren Ursachen verraten. Diese können sowohl chronisch als auch akut sein. Für die Pulsdiagnose werden drei Finger eingesetzt. Der Ringfinger spürt Probleme des Immunsystems.

Chakra Sangita entstand im 1. Jahrtausend vor Christus: „Tag und Nacht sollst du um den Kranken besorgt sein, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.“ Diese Worte bilden den medizinischen Grundstein der ayurvedischen Medizin. Die ayurvedischen Ärzte waren die ersten, die plastische Chirurgie einsetzten und erfanden Verfahren wie die Nasenplastik. Sie entwickelten auch hunderte chirurgische Instrumente. Operationen für Krankheiten wie Leistenbruch, grauer Star und Hirntumore wurden früh entwickelt.

Die Rezeptur der sogenannten Stirngussbehandlung enthält meist 20 oder 30 verschiedene Kräuter. Rinde, Wurzel und Stile finden auch häufig Verwendung. Damit eine Pflanze Ihre optimale Wirkkraft entfalten kann, muss sie zum richtigen Zeitpunkt gepflückt werden. Pflanzen werden gekocht und mit Reis und Milch zu einer Heilpackung zusammengesetzt. Damit wird der Körper über zwei Wochen lang eingerieben. Die allopathische Medizin kann zwar helfen aber auch Schaden anrichten.

Die Massage gilt in der westlichen Medizin eher als therapeutische Begleitmaßnahme. Für ayurvedische Ärzte entwickelt die Massage dagegen bereits eine eigene Heilwirkung. Zwar sind die Bewegungen und Griffe meist ähnlich jedoch kommen bei einzelnen Massagebehandlungen unterschiedliche Kräuter zum Einsatz, um den entsprechenden Heilerfolg zu erzielen. Die starke Ölmassage leitet beispielsweise Verunreinigungen und Chemikalien aus dem Körper. Öl ist daher ein wichtiger Teil des ayurvedischen Entgiftungssystems.

Gelbwurz wird als Antiseptikum bei Wunden und Akne verwendet. Bei innerer Anwendung reinigt sie das Blut. Bestimmte Pflanzen wie beispielsweise Basilikum werden als heilige Gottheit verehrt. Sie wird bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Indien verfügt über eine beeindruckende Vielfalt an Arzneimitteln. Langsam aber sicher entsteht eine Brücke zwischen der modernen Medizin und Ayurveda.

Weiterführende Informationen:

Ayurveda – die Wissenschaft vom Leben
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