Alkohol am Steuer – Strafen & Gefahren

In der heutigen Zeit muss die Polizei mehrmals am Tag Alkoholsünder aus dem Verkehr ziehen, die sich mit einer Menge Alkohol ans Steuer gesetzt haben. Und auch immer wieder erwischt es einen Prominenten, sodass diese Thematik wieder in den Nachrichten auftaucht. Dass dies schon lange kein Kavaliersdelikt mehr ist, zeigen die vielen Unfallopfer, die bei derartigen Unfällen mit involviert sind. Dabei ist der Bußgeldkatalog vor gar nicht allzu langer Zeit komplett grunderneuert worden, um die Täter schwerer bestrafen zu können.

Wer fahruntüchtig ist, muss jetzt nicht nur mit einem Entzug des Führerscheins rechnen, sondern es kann sogar vorkommen, dass derjenige eine Zeit lang hinter Gittern muss – erst recht, wenn es zu einem Unfall kommen sollte.

Wie viel Alkohol am Steuer darf es sein?

Generell darf eine Person noch fahren, wenn sie unter 0,5 Promille im Blut hat, das ist auch in den Nachbarländern per Gesetz festgelegt. Grundsätzlich gilt das auch bei Alkohol am Steuer in Österreich, hier gibt es aber noch wesentlich empfindlichere Geldstrafen.

Die Grenze kann auch nicht global festgesetzt werden, denn jede Person reagiert anders auf die verschiedenen Alkoholika. So wird eine zierliche Frau mit 50 kg nach 2 Bier deutlich mehr Alkoholgehalt im Blut haben als ein 90 Kilo Mann (bei sonst gleichem Trinkverhalten).

Jemand, der denkt, er wäre noch fahrtüchtig, kann gut eines Besseren belehrt werden, denn fährt er in Schlangenlinien, wirkt sich der Führerscheinentzug anders bei ihm aus – auch wenn er unter Umständen nur 0,3 Promille hat.

Die genauen Grenzen im Überblick:

  • 0,5 bis 1,09 Promille: 500 Euro Bußgeld / 4 Punkte in Flensburg/ 1 Monat Fahrverbot
  • 1,1 bis 1,99 Promille: 1.500 Euro Bußgeld / 7 Punkte in Flensburg / 6 Monate Fahrverbot
  • Ab 2,0 Promille: 30 bis 60 Tagessätze / 7 Punkte in Flensburg / bis zu 18 Monate Fahrverbot

Dabei berechnen sich die Tagessätze am Verdienst pro Tag der einzelnen Person. Verdient man also 3.000 Euro brutto pro Monat, sind dies 150 Euro am Tag und man muss mit mindestens 4.500 Euro Strafe rechnen.

In Österreich bedeutet es, wenn eine Fahrt von der Polizei unterbrochen wird und dabei Alkoholkonsum festgestellt wird, kommt zuerst einmal eine Verwaltungsstrafe auf den Fahrer zu. Als nächstes folgt eine Vormerkung und zum Schluss kann die Person mit der Entziehung der Lenkberechtigung rechnen. In manchen Fällen kann es auch vorkommen, dass derjenige ein Verkehrscoaching absolvieren muss, in Deutschland ist hier die MPU Standard.

Ab welchem Alter gibt es Strafen?

Alkohol am Steuer Strafen

Alkohol am Steuer – Ab welchem Alter gibt es Strafen?

In Deutschland sieht das Gesetz (Stand 2015) vor, dass Personen, die über 18 Jahre alt sind, voll schuldfähig sind. Allerdings kann das Gericht entscheiden, dass eine Person unter 21 Jahren noch nach dem Jugendstrafrecht bestraft wird. Die Strafen sehen dann nicht ganz so scharf aus. Aber bei Missbrauch von Alkoholkonsum gibt es in Deutschland wie in Österreich harte Strafen, erst recht, wenn es zu einem Auto Unfall kommt oder Unschuldige involviert sind.

Der Strafbestand bleibt jedoch immer derselbe und wird in Juristen Kreisen als fahrlässige Straßenverkehrsgefährdung geahndet. Kommt ein Verkehr – Strafbefehl ins Haus, kann der Beschuldigte erst einmal einen Widerspruch einlegen, es kommt dann zu einer Gerichtsverhandlung. Wurde im Vorfeld ein Bluttest angeordnet, der Alkohol nachweisen konnte, liegt dieser dem Urteil zugrunde und das Strafmaß wird in den meisten Fällen danach bewertet.

Als Strafe wird bei einem Ersttäter dann eine Geldstrafe verhängt, die in Tagessätzen berechnet wird. Bei der Höhe kommt es auf den Verdienst des Verurteilten an. Wird er zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit Alkohol am Steuer erwischt, kann die Geldstrafe durchaus in eine Gefängnisstrafe umgewandelt werden oder finanziell gesehen deutlich höher ausfallen. Weitere Informationen hierzu finden Sie bei der Deutschen Anwaltshotline.

Was passiert, wenn man erwischt wird?

Wer von der Polizei angehalten wird, muss zuerst einmal pusten, im Fachjargon wird das als Atemalkoholtest bezeichnet. Dabei kann der Test abgelehnt werden. Wird das Testen abgelehnt, kann ein Richter daraufhin eine Blutprobe veranlassen, da das Ergebnis in einer Gerichtsverhandlung als Beweismittel gilt. Hierzu wird von einem Arzt Blut entnommen und im Labor auf den tatsächlichen Alkoholgehalt untersucht.

Was passiert eigentlich im Einzelnen, wenn jemand mit Alkohol am Steuer erwischt wird?

Zum ersten ist einmal anzuraten, dass derjenige sich ruhig verhalten sollte. Wird sofort die Stimme erhoben oder werden sogar die Polizisten beleidigt, macht die Person nur unnütz auf sich aufmerksam. Es brauchen aber auch gar keine Angaben gemacht zu werden, denn die Person hat durchaus ein Schweigerecht.

Ist eine Blutprobe angeordnet worden, sollte danach unbedingt ein Anwalt zu Rate gezogen werden. Der beantragt dann seinerseits Akteneinsicht und regelt alles Notwendige.

Wie lange wird der Führerschein entzogen bei Alkohol am Steuer?

Alkohol am Steuer Führerscheinentzug

Führerscheinentzug

Bei verschieden hohen Promillewerten gibt es natürlich auch verschieden hohe Strafen, die jemanden erwartet, wenn er betrunken im Straßenverkehr erwischt wird. Wer Alkohol trinkt, aber einen Wert unter 0,3 Promille hat – was nicht strafbar ist – ist ohne Unfall vollkommen legal gefahren. Allerdings sieht die ganze Sache anders aus, wenn es zu einem Unfall kommt.

Wer mit einem Blutalkoholgehalt von 0,3 Promille in ein Auto steigt und einen Unfall riskiert, macht sich strafbar. Hier ist nicht nur mit einer Gelstrafe zu rechnen, sondern auch mit einem Fahrverbot. Das gilt erst recht, wenn sich mehr Alkohol im Körper befindet. Hier steigen die Bußgelder, die Punkte in Flensburg und auch das Fahrverbot wird drastisch erhöht.

Fahrverbot und Führerscheinentzug sind allerdings zwei Paar Schuhe, denn ein Fahrverbot wird bis zu drei Monate verhängt und der Führerschein wird eingezogen. Bei einem Führerscheinentzug besitzt die Fahrerlaubnis keine Gültigkeit mehr. Es wird vom Gericht eine Sperrfrist angeordnet und danach muss er wieder neu beantragt werden. Dieses kann außerdem mit Bedingungen verknüpft sein, beispielsweise, mit einer neuen Nachschulung oder einer MPU, die auch gern „Idiotentest“ genannt wird.

Bei Alkoholkonsum am Steuer ist der Führerschein sofort weg, sofern keine Frist gegeben ist. Denn wer mehr als 0,9 Promille hat, wird den Führerschein sofort abgegeben müssen. In den meisten Fällen stellt die Polizei den Schein noch am Ort des Geschehens sicher und dieser kann auch nicht verweigert werden. Sie müssen den Führerschein als abgeben – egal, ob Sie den Schein noch benötigen oder nicht.

Die Gesetze zu Alkohol am Steuer

Jeder, der ganz genau wissen möchte, welche Strafen ihn bei Alkohol am Steuer oder anderen Verkehrsdelikten erwarten, sollte sich den neuen Bußgeldkatalog genau ansehen. Hier ist alles aufgeführt, auch was nicht nur für Autofahrer, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer Gültigkeit hat.

Ist die Fahrunsicherheit nicht sichtbar, geht das Gesetz von einer Ordnungswidrigkeit aus. Alle Promillewerte, die darüber liegen, werden richtig teuer und tun gerade denen weh, die den Führerschein auch beruflich benötigen.

Mit Strafen hat zu rechnen, wer sich unkorrekt im Straßenverkehr verhält. Dazu gehören unter anderem:

  • Nichtbeachten der Vorfahrtsregeln
  • Falsches Überholen
  • Wer sich an Fußgängerüberwegen nicht korrekt verhält
  • Wer in Schlangenlinien fährt
  • Wer zu schnell fährt oder Einmündungen und Kreuzungen nicht beachtet
  • Wenden auf Autobahnen

Was passiert bei Alkohol am Steuer unter 21 Jahren?

Jeder Fahranfänger hat seit dem 01.08.2007 eine Alkoholgrenze von 0 Prozent einzuhalten. Das gilt aber nicht nur in der gesamten Probezeit, sondern auch bei Jugendlichen, die unter 21 Jahre sind. Wer hier erwischt wird und unter Alkoholeinfluss steht, kann mit empfindlichen Geldstrafen rechnen.

Es gibt zudem noch Punkte in Flensburg und es kommt eventuell eine Nachschulung auf denjenigen zu. Im schlimmsten Fall muss damit gerechnet werden, dass die Probezeit von zwei auf vier Jahre angehoben wird oder der Führerschein komplett wegfällt.

Wie viele Tote gibt es pro Jahr durch Alkohol am Steuer?

Gefahr: Betrunken fahren

Gefahr: Betrunken fahren

Dass die Deutschen & Österreicher ein Volk sind, die dem Alkohol nicht abgeschworen haben, weiß jeder, aber dass sich dadurch sehr viele Unfälle ereignen, die nicht sein müssten, ist kaum bekannt. Allein im Jahr 2012 sind 14.551 Menschen durch Alkoholkonsum ums Leben gekommen. Die Zahl der Menschen, die dabei dem Alkoholgenuss am Steuer zum Opfer fielen wird auf 3827 Personen beziffert – immerhin rund 25%.

Alkoholkonsum wird fast überall auf der Welt getrunken und auch das Fahren unter Alkoholeinfluss geschieht nicht nur in Deutschland oder Österreich. Es ist aber mittlerweile zu einem großen Problem geworden, weil die meisten denken, sie seien noch fahrtüchtig.

Die Frage nach dem, der die Zeche im Endeffekt bezahlt, kann nicht global beantwortet werden. Denn kommt ein Mensch zu Tode, wird der Autofahrer nie mit seinem Gewissen ins Reine kommen. Allerdings gibt es auch versicherungstechnisch große Probleme, denn bei Alkohol am Steuer wird sich manche Versicherung weigern, einen Schaden zu bezahlen.

Dies ist aber wiederum vom Promillewert abhängig, denn bei einigen Versicherungen ist es Usus, dass sie eine Leistung komplett verweigern oder nur teilweise zahlen. Bei einem Todesfall kommen dann Kosten auf den Verursacher zu, die er kaum bewältigen kann.

Wie sieht es bei den Insassen im Auto aus?

Übrigens ist auch ein eventueller Beifahrer alles andere als aus dem Schneider, wenn er verletzt werden sollte. Er kann kaum auf Schmerzensgeld hoffen, denn hier wurde fahrlässig gehandelt, das ist auch gesetzlich festgelegt.

Jede Versicherung regelt Schäden unter Alkoholeinfluss anders

Des Weiteren kommt es aber maßgeblich auf eventuelle Klauseln im Vertrag an. In den gängigen Versicherungsbedingungen wird von Anfang an darauf hingewiesen, dass bei einem Unfall, der unter Alkoholeinfluss geschieht, nicht oder nur anteilig gezahlt wird. In den meisten Fällen betrifft es einen Menschen oder ein Fahrzeug, der oder das in den Unfall verwickelt wurde. Der Versicherungsnehmer kann nichts von seiner Versicherung erwarten, denn er hat grob fahrlässig gehandelt, wenn er sich hinters Steuer setzt und vorher Alkohol genossen hat. Hier ist es unabhängig, ob er der Meinung ist noch fahrtüchtig zu sein.

Wann ist man Wiederholungstäter?

Wird man das erste Mal mit Alkohol in Österreich erwischt, kommt die Person eigentlich noch glimpflich davon, obwohl 500 Euro, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot schon ziemlich wehtun. Beim zweiten Verstoß ist die Strafe dann bereits bei 1.000 Euro und das Fahrverbot wird auf drei Monate verlängert.

Ab dem dritten Mal wird es richtig teuer und schmerzhaft, denn dann kostet das Ganze schon 1.500 Euro. Ab der vierten Wiederholungstat droht eine MPU. Das kann jedoch schon vorher passieren, wenn der Alkoholwert über 1,6 Promille liegt.

Eine Wiederholungstat verjährt nicht wie eine andere Ordnungswidrigkeit, sondern die 2 Punkte, die dafür vergeben werden, bleiben 5 Jahre auf dem Punktekonto in Flensburg. Insgesamt ist die Fahrt mit einem Taxi unter Alkoholeinfluss deutlich sinnvoller und sollte vorgezogen werden, wenn man sich nicht ganz sicher ist, dass man unter der 0,5 Promille Grenze liegt.

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