Akupressur – Alternative zur Akupunktur

Akupressur ist der kleine Bruder der Akupunktur und wird häufig zur Schmerzbehandlung eingesetzt. Die chinesische Medizin hat bereits seit vielen Jahren Bestand und wird mittlerweile auch gerne von Schulmedizinern begleitend eingesetzt. Es handelt sich dabei um keinen Hokuspokus aus der Esoterik Szene, sondern um eine Wissenschaft, die bereits erfolgreich erprobt wurde.

Unser Körper besteht nicht nur aus Haut und Knochen, auch die Energiebahnen sorgen dafür, dass wir konzentriert arbeiten und das Leben bewusst meistern. Sind diese Bahnen verstopft, kommt es zu Energieblockaden. Antriebslosigkeit macht sich bemerkbar und Krankheiten brechen aus. Akupressur bringt die Energie wieder zum fließen.

Was ist Akupressur?

Akupressur klingt ähnlich wie Akupunktur und wird gerne verwechselt. Gemeinsamkeiten haben diese beiden Handlungen wirklich, weil sie quasi das gleiche Ziel verfolgen. Mit speziellen Massagen dem Schmerzen den Kampf ansagen. Bei der Akupunktur wird mit Nadeln gearbeitet, diese massieren den Akupunktur Punkt genau an Ort und Stelle mit der Nadelspitze. Bei der Akupressur wird dagegen mit den Fingerspitzen massiert. Diese Art der Heilung kennen fast alle Menschen von sich selbst. Beispielsweise bei Kopfschmerzen. Instinktiv werden dabei die Schläfen massiert. Schmerzt das Bein, bekommt auch dieses eine Massage verpasst, bis es sich ein wenig lockert.

Bei der richtigen Akupressur wird nicht direkt am Schmerzpunkt massiert, sondern an einen der vielen Leitbahnen, die die Punkte verbinden. Bei Zahnschmerzen hilft es zum Beispiel, wenn der Nagel des Zeigefingers massiert wird. Genauer gesagt, das rechte Ecke des Nagels wo die Haut beginnt. Das liegt daran, weil die Meridiane durch den kompletten Körper fließen und die Lebensenergie zu den Organen bringt. Sind diese Punkte blockiert, werden sie durch Massagen angeregt weiter zu fließen.

Viele Beschwerden lassen sich selbst behandeln, bei schwerwiegenden Fällen ist es sinnvoll einen Heilpraktiker aufzusuchen, der sich auf die Akupressur spezialisiert hat. Wer sich selbst therapieren will, besucht am besten Einführungskurse oder lässt es sich von einem Fachmann erklären. Zwar gibt es auch viele Anleitungen, wo die Punkte sitzen, aber Learning by doing mit einem Profi bringt im Endeffekt noch mehr. In Kursen schauen einem die Trainer direkt über die Schulter und geben Anregungen, die einem wirklich weiterhelfen.

Woher kommt Akupressur?

Akupressur Entdeckung

Einer Sage nach: Chinesischer Bauer entdeckt Akupressur

Einer Sage nach, wurde Akupressur von einem chinesischen Bauer entdeckt, der an starken Kopfschmerzen litt. Als er wieder einmal Schmerzen hatte, stieß er mit seiner Zeh an seinen Pflug und stellte fest, dass seine Kopfschmerzen sofort verschwanden. Beim ersten Mal gab er diesem Vorfall keine Bedeutung. Als er das nächste Mal Kopfschmerzen hatte, probierte er es noch einmal aus und stieß absichtlich an den Pflug. Schon waren die Schmerzen weg. Verwundert erzählte er dies seinen Freunden und dieser Hinweis breitete sich wie ein Laubfeuer aus. Bauern nahmen spitze Gegenstände und hämmerten damit bei Kopfschmerzen direkt auf den großen Zeh. Alle stellten eine überraschende Heilung fest.

So nahm die Geschichte ihren Lauf. Die richtige Akupressur, wie wir sie heute kennen, wurde erst später entwickelt. Dies war mehr oder weniger die Grundgeschichte, wie es zu diesen speziellen Punktemassagen kam. Manche massieren die Bereiche, andere stechen mit Nadeln in die Punkte und nennen dies Akupunktur. Dr. Paul Nogier war es, der zusammen mit Asiaten die Karte „Aurikulotherapie“ entwickelte, welche bereits im Jahr 1957 veröffentlicht wurde. Diese wurde nach und nach weiter entwickelt und erprobt. Diese alternative Schmerztherapie gibt es bereits seit vielen Jahren und immer wird sie noch belächelt. Ausprobieren heißt die Devise. Wenn es hilft, dann ist es bekanntlich jedem Recht..

Wo hilft Akupressur?

Akupressur lässt sich in vielen Bereichen anwenden. Es gibt kaum etwas, wo diese Methode nicht hilft, zumindest kurzfristig, um die Schmerzen ein wenig zu lindern.

Hier hilft die chinesische Medizin:

  • Bei akuten und chronischen Schmerzen
  • Erkrankungen des Bewegungssystems
  • Neurologische Erkrankungen
  • Atemwegprobleme
  • Suchtprobleme
  • Geburtshilfe
  • Allergien

Die Liste lässt sich noch ewig fortsetzen, wohlbemerkt handelt es sich hierbei um die häufigsten Schmerzen, die sich mit Akupressur lindern lassen. Zu den chronischen und akuten Schmerzen zählen beispielsweise Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. Diese kommen häufig vor und statt ständig zu Medikamenten zu greifen, sorgen Massagen für eine gute Abhilfe ohne Chemie. Ebenfalls sind es die Kau- und Zahnschmerzen, die gut behandelt werden können, falls der Schmerz noch nicht zu tief sitzt.

Irgendwann stößt aber auch die die natürliche Methode an ihre Grenzen. Als Übergangslösung bis zum Zahnarzttermin sollten die Massagen aber gut wirken, außer jemand wartet mit dem Termin bis alles zu spät ist. Ebenso erfolgreich ist Akupressur bei Tumorschmerzen, auch hier sind Massagen den chemischen Produkten vorzuziehen, vor allem, wenn das Immunsystem bereits ziemlich geschwächt ist.

Akupressur bei Erkrankungen des Bewegungssystems

Akupressur gegen Schmerzen

Akupressur gegen Schmerzen

In diesem Bereich sorgt die Akupressur, dass die Lebensenergien wieder komplett ohne Blockaden durch den Körper fließen. Dadurch lösen sich Verspannungen auf. Wer häufig an Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäulen Schmerzen leidet, weist meistens eine Blockade auf.

Entweder ist ein Nerv eingeklemmt oder die Energie stockt in einem bestimmten Bereich. Ein guter Therapeut löst dies und bringt den ganzen Körper wieder im Einklang. Das gilt auch bei Bandscheibenvorfällen, Kniegelenkschmerzen, nach Operationen und bei ähnlichen Vorfällen.

Akupressur bei neurologischen Krankheiten

Ferner bei neurologischen Krankheiten wirkt die Akupressur ziemlich gut. Bei starker Migräne beispielsweise, kann eine Massage wahre Wunder bewirken, ebenso wird sie bei Gesichtslähmung, Gürtelrose, Schlaganfallen oder Neuralgien eingesetzt. Bei solch spezifischen Fällen wäre es ratsam einen Fachmann aufzusuchen, weil hier eine Selbstbehandlung ohne Kenntnisse nur wenig Hilfe bringt.

Allergien, Atemwege und Suchtverhalten

Bei Heuschnupfen, Asthma, bei starkem Zigarettenkonsum oder bei Drogen, kann Akupressur ebenso helfen. Spezielle Nervenbahnen werden stimuliert, sodass die Sucht nicht mehr so ausgeprägt ist, wie vorher. Statt zur Zigarette zu greifen, bringt eine gezielte akute Massage ebenso Erfolge. Bei Einschlafproblemen, innere Unruhe, sexuelle Disharmonie, Herzbeschwerden ist die klassische Lehre der Akupressur ebenso ein Segen.

Akupressur in der Geburtshilfe und Gynäkologie

Besonders hilfreich ist eine Akupressur Massage während der Schwangerschaft und während der Geburt, weil dadurch die Schmerzen rasch gemindert werden. Auch bei Wechseljahresbeschwerden oder Fruchtbarkeitsstörungen gibt die Akupressur Abhilfe. Ebenso lindert sie Menstruationsschmerzen und Schmerzen in der Brust.

Akupressur ist demnach eine Massage, die quasi überall eingesetzt werden kann und rasche Abhilfe schafft. Wer sich dadurch starke Medikamente erspart, darf sich wahrhaftig glücklich schätzen – sie wirkt jedoch nicht bei jedem und sollte auch nicht als Allheilmittel angesehen werden.

Wann hilft Akupressur nicht?

Akupressur ist kein Wunderheilmittel, das Tumore über Nacht schrumpfen lässt oder Zähne nachwachsen lässt. Sind Knochen, Muskeln oder Organe bereits beschädigt, hilft nur noch ein medizinischer Eingriff oder eine richtige Behandlung durch einen Arzt. Akupressur lindert Schmerzen, jedoch nicht den Auslöser.

Weitere Behandlungen beim Heilpraktiker oder Arzt sollten wahrgenommen werden, um die Krankheiten einzudämmen. Das gilt ferner bei entzündenden Hautstellen wie auch bei Herz-Kreislauf-Beschwerden. Es ist immer gut, vorab einen Arzt zu fragen, ob Akupressur empfohlen wird oder nicht.

Unser Tipp: Bei Beschwerden sollte Sie sich an einen Arzt wenden, der für alternative Methoden aufgeschlossen ist. Viele Schulmediziner lehnen jegliche alternative Heilmethoden ab, obwohl sie durchaus helfen. Ein Zusammenspiel zwischen Arzt und Heiler wäre der beste Weg zu einer positiven Genesung und sollte möglichst schnell angestrebt werden.

Ideal auch als Entspannungsmassage

Akupressur Massage

Akupressur Massage

Akupressur wird nicht nur zur Schmerzlinderung durchgeführt, ferner lassen sich damit angenehme Massagen realisieren. Wer bereits viel um die Ohren hat, gönnt sich zwischendurch eine angenehme Akupressur, sodass die Energien wieder optimal durch den Körper fließen. Vorbeugen bringt eine Menge, weil sich die Membranen nicht verstopfen und somit die Energie weiterleiten.

Blockaden kommen nicht von heute auf morgen, sie entstehen in kleinen Häppchen, bis sie zu einem großen Berg heranwachsen. Das lässt sich ein wenig mit einem verstopften Abfluss vergleichen. Zu Anfang lässt sich dieser noch einfach durchspülen und das Wasser fließt noch durch den Abfluss, wenn wenige Haare sich darin verfangen. Doch irgendwann ist komplett zu und dann hilft nur noch der Techniker oder ein großer Luftdruck.

Wer Akupressur vorbeuglich durchführt, reinigt seine „Rohre“ bevor sie sich verstopfen und es fließt alles viel besser und schneller. Der Mensch ist dadurch fitter, konzentrierter und nimmt die Welt bewusster war. Durch uns fließt nicht nur Blut, sondern Energie, die wir uns täglich aneignen oder selbst produzieren. Da ständig Energievampire auf der Welt unterwegs sind, ist es schwer, im Einklang mit der eigenen Mitte zu bleiben. Deswegen ist es wichtig, dass der Energiefluss in Gang bleibt.

Krankheiten entstehen mitunter dann, wenn der Körper keine positive Lebensenergie mehr aufweist. Deswegen ist Akupressur als alternative Zusatzbehandlung bei Krebs und Co ebenso empfehlenswert. Positives Denken alleine hilft nichts, wenn die Energiebahnen blockiert sind und dafür ist die Akupressur zuständig.

Akupressur Behandlung für Anfänger

Es wird empfohlen, sich näher mit diesem Thema zu beschäftigen und eventuell eine Ausbildung zu starten, um die Tiefe der Thematik zu erkennen. Dennoch gibt es ein paar Behandlungstipps für die Erste-Hilfe ala Hausapotheke. So können Sie sich schnell selbst helfen und das auch am Wochenende, wenn kein Arzt geöffnet hat.

Schnelle Hilfe gegen Halsschmerzen

Halsschmerzen kennt fast jeder, vor allem in der kalten Jahreszeit kommt es häufig über Nacht zu Halskratzen und Co. Falls noch kein Fieber oder andere Erkältungserscheinungen mit auftreten, helfen folgende Massagen: Direkt am Hals über dem Kehlkopf leicht drücken und massieren, unter dem Ohrläppchen direkt in den Kieferwinkel drücken und vor dem Ohrläppchen leicht drücken. Es handelt sich um die drei Hauptpunkte die meist schon nach kurzer Anwendung eine Linderung herbeiführen – bitte beachten Sie, dass Sie an sensibleren Stellen, wie beispielsweise dem Kehlkopf, nicht so stark drücken dürfen wie beim Knöchel oder dem Ellbogen.

Ebenso gibt es Hilfspunkte, die sich an folgenden Stellen befinden:

  • Ellbogen
  • Aussenrand der Waden
  • Äußerer Fußknöchel
  • Daumennagel Rücken

Welche Form der Akupressur hilft bei Zahnschmerzen

  • Handgelenk massieren
  • Den Zeigefinger-Nagel massieren

Folgende Hilfspunkte unterstützen die Heilung:

  • Oberlippe
  • Schädeldach
  • Ohrläppchen

Das Hilft Ihnen bei Kopfschmerzen:

  • Augenbraue massieren
  • Nase leicht drücken
  • Ohr massieren

Diese Hilfspunkte sollten Sie ebenfalls massieren:

  • Handgelenk
  • Große Zehe (denken Sie an den Chinesischen Bauern)

Wie oft sollte Akupressur durchgeführt werden?

Bei akuten Beschwerden gibt es keine Regeln, einfach solange massieren bis eine Besserung eintritt und die Schmerzen weniger werden. Handelt es sich um Beschwerden, die häufig auftreten, hilft es vorbeugend, dreimal Mal täglich zu massieren.

Punkte, die beim Massieren empfindlich sind oder schmerzen, immer nur 30 Sekunden drücken und danach kurz pausieren. Weniger empfindliche Punkte stärker massieren, dafür aber nur 15 Sekunden lang. Verstärken sich die Symptome oder treten keine Besserungen auf, dann unbedingt einen richtigen Arzt konsultieren oder Gegenebenfalls auf Medikamente setzen.

Auf keinen Fall dürfen irgendwelche schulmedizinische Behandlungen abgebrochen werden, wenn es der Arzt nicht ausdrücklich empfiehlt. Akupressur ist unterstützend sehr hilfreich und heilt kleinere Verspannungen und Co problemlos, bei richtig schweren Erkrankungen ist es jedoch hilflos.

Mehr Infos:

Akupressur – Alternative zur Akupunktur
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