Abnehmen durch Radfahren

Den Wunsch abzunehmen hegen viele. Doch was ist der beste Weg dafür? Eignet sich Radfahren? Ja! Das Fahrrad kann ein echter Fettkiller sein. Also rauf aufs Rad und mit Spaß zur Traumfigur strampeln. Dabei kann das Training sogar noch effektiver sein als manch andere Trainingsmethoden. Natürlich kommt es immer auf die Person selbst an, die abnehmen möchte und wie sie ihren eigenen inneren Schweinehund in den Griff bekommt. Aber wie es so schön heißt: Ohne Fleiß kein Preis. Das ist beim Abnehmen nicht anders. Ohne Bewegung und die richtige Ernährung geht es nicht.

Ist Radfahren effektiv?

Radfahren effektiv

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Zügiges Radeln ist anstrengend, dennoch liegt der Gesamtenergieverbrauch unter dem beispielsweise beim Laufen. Beim Radfahren werden weniger Muskelgruppen beansprucht. Eine normal trainierte Radfahrerin konnte 412 Kilokalorien in einer Stunde verbrennen. Die Deutsche Sporthochschule Köln hat in einer Studie gezeigt, dass 60 Männer mit maximal vier Trainingseinheiten wöchentlich acht Prozent vom Körperfettanteil reduzieren konnten. Und das obwohl das einzelne Training nicht länger als eine Stunde war.

Radfahren ist effektiv, eignet sich hervorragend zum Abnehmen und hat darüber hinaus noch viele positive Nebeneffekte. Das Fahrrad ist ein äußerst umweltfreundliches Fortbewegungsmittel, hilft dabei Pfunde zu verlieren und stärkt das Immunsystem durch die Bewegung an der frischen Luft. Beim Radeln kommt der Stoffwechsel in Schwung, was die Fettverbrennung ankurbelt. Radfahren ist ein Gelenkschonender Sport, da circa 60 bis 70 Prozent des eigenen Körpergewichts vom Sattel getragen werden. Die Gelenke werden durch die runden und weichen Bewegungsformen deutlich weniger als beim Joggen belastet. Übergewichtige, untrainierte und ältere Menschen können daher ebenfalls sehr gut das Fahrradfahren als Sport für sich nutzen.

Der Körper baut beim Radfahren wichtige Muskeln auf. Das Abnehmen wird auf diese Weise effektiver, denn mehr Muskeln bedeuten eine höhere Fettverbrennung. Bei einer Stunde Radfahren werden zwischen 200 und 800 Kalorien verbrannt. Allerdings kommt es dabei auf verschiedene Faktoren an. Diese sind:

  •  Geschwindigkeit
  • Körpergewicht
  • Alter

Es kann allerdings am Anfang sein, dass durch den zusätzlichen Muskelaufbau die Waage mehr Gewicht anzeigt. Das ist aber nicht als schlechtes Zeichen zu sehen, denn Muskeln wiegen zwar mehr als Fett, aber dafür haben sie auch einen maßgeblichen Anteil an der Fettverbrennung.

Wer regelmäßig Rad fährt und sich gesund ernährt, verliert nicht nur Gewicht. Er stärkt auch gleich die Lunge und bekommt eine bessere Laune. Ausdauersportarten schütten nach etwa einer halben Stunde Glückshormone aus, was sich verbessernd auf die Stimmung auswirkt.

Regelmäßiges Radfahren soll zudem die Wahrscheinlichkeit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um bis zu 50 Prozent verringern. Der Blutkreislauf wird angeregt und das Herz bekommt ein höheres Schlagvolumen.

Das richtige Radtraining

Damit das Abnehmen wirklich klappt, sollte beim Zusammenstellen des Trainingsplans einiges berücksichtigt werden. Das wichtigste dabei ist, mehrmals pro Woche kurze Strecken zu fahren. Das ist effektiver zum Abnehmen, als einmal in der Woche eine lange Strecke. Zu Beginn ist es ausreichend drei Mal in der Woche etwa 20 bis 40 Minuten lang zu radeln.

Am Anfang sollten niedrigere Gänge eingestellt werden. Zwischen 90 und 100 Umdrehungen pro Minute ist ein guter Richtwert für den Anfang. Auf eine gleichmäßige Belastung während des Fahrens sollte geachtet werden. Starke Anhöhen oder Sprints gilt es zu vermeiden. Mit leichtem Gang regelmäßig in die Pedale treten ist besser als mit schweren Gängen Tempo aufzubauen, um dann das Rad einfach rollen zu lassen. Beim Fahrradfahren ist es auch so, dass derjenige, der sehr aus der Puste kommt, weniger Fett verbrennt. Für eine gute Fettverbrennung ist ausreichend Sauerstoff nötig.

Sehr hilfreich sind dafür eine Puls Uhr oder ein Herzfrequenzmesser, die Alarm geben, wenn die Herzfrequenz zu hoch ist. Der Körper kann nur im richtigen Frequenzbereich tatsächlich Fettreserven abbauen. Wer sich nicht sicher ist, ob Radfahren für den aktuellen Gesundheitszustand gut ist, sollte das in einem Gespräch mit seinem Arzt klären.

Die richtige Ausrüstung

Radfahren Ausrüstung

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Wie bei jedem Sport kommt es auf die richtige Ausrüstung an. Da wäre natürlich zu allererst einmal das Fahrrad an sich. Es muss kein Hightech Rennrad sein, aber ein vernünftiges Rad mit mehreren Gängen. Wichtig ist vor allem, dass es richtig eingestellt ist. Die Sattelhöhe sollte so eingestellt sein, dass die Beine auch in der untersten Position nie ganz durchgestreckt sind.

Dann braucht es noch weitere Sachen.

  • Trikot
  • Schuhe
  • Helm
  • Hose
  • Weste

Rennradfahrer stellen andere Anforderungen an ihre Kleidung als es Mountainbiker tun. Wer durch die Berge heizt, mag es eher luftig-locker, Rennradler hingegen setzen auf hautenge Shirts und Shorts, da sie auf diese Weise keine flatternde Kleidung haben, die die Geschwindigkeit bremsen könnte.

Der Körper arbeitet bei sommerlicher Hitze auf Hochtouren. Dabei bringt er eine Leistung von vielen hundert Watt auf, womit mit einem Großteil davon der Körper aufgeheizt wird. Funktioniert jetzt das Kühlsystem des Schweißes nicht optimal, kann wie bei einem Auto eine Überhitzung drohen, die im schlimmsten Fall bis zum Kollaps führt.  Der Schweiß darf aber natürlich auch nicht in der Kleidung hängen, da feuchte Klamotten eine große Gefahr für eine Erkältung darstellen, besonders bei schnellen Abfahrten. Wer also sportlich Radfahren möchte, kommt an funktioneller Ausstattung nicht vorbei. Ein feuchtigkeitsabtransportierendes Shirt, eine vor kaltem Fahrtwind schützende Weste und für den Schutz der Augen eine Brille.

Beim Kauf von Radl-Kleidung gilt es einige Punkte zu beachten. Das Trikot muss auf jeden Fall anprobiert werden, auch in Fahrposition. Nur so lässt sich feststellen, ob es optimal an Rücken und Brust anliegt. Praktisch sind Rückentaschen, in denen Ersatzschlauch und Werkzeug Platz finden.

Schuhe zum Mountainbiken sind bequemer als Rennradschuhe. Außerdem haben sie eine Profilsohle, was normales Gehen möglich macht. Ein gutes Fußbett und eine genaue Passform sind wichtig, mit noch etwas Luft an den Zehen. Bei Rennradschuhen ist für eine optimale Kraftübertragung eine sehr stabile, steife Sohle wichtig. Teuer, aber auch sehr gut, sind Carbonsohlen. Wer Klickpedale hat, sollte bewusst den Ausdrehreflex trainieren und die Federspannung am Anfang sehr gering einstellen.

Der Helm muss fest sitzen, darf dabei aber nicht drücken. Das Gewicht sollte möglichst gering sein und viele Schlitze sollen eine gute Luftzirkulation ermöglichen. Ein Sicherheitsprüfsiegel sollte selbstredend auf dem Helm vorhanden sein. In den Helm gehören wichtige Angaben für den Notfall, wie eine Kontaktnummer bei einem Unfall, die eigene Adresse und Blutgruppe.

Um die richtige Rennradhose zu finden, sollten mehrere Modelle ausprobiert werden. Die Hosen liegen eng an, gehen meist bis kurz übers Knie und dürfen nicht einschnüren. Das Anprobieren ist wichtig, um das optimal passende Sitzpolster zu finden. Unterhosen unter den Radhosen können Scheuerstellen verursachen. Daher sind viele ohne unterwegs. Hosen zum Mountainbiken dagegen sind weiter geschnitten und haben das Sitzpolster in einer Innenhose. Ihr Außenmaterial ist zudem robuster.

Eine Weste bietet gegen kalten Fahrtwind im Frühjahr und Herbst einen guten Schutz. Dabei macht es keinen Unterschied, ob auf dem Rennrad oder Mountainbike. Bei der Weste ist auf ein Windstoppermaterial im Brustbereich und Mesh-Einsätze auf dem Rücken zu achten.

Vor- und Nachteile beim Abnehmen durch Radfahren

(c) Youtube Kanal: Paul Kliks – NACKT.GUT.AUSSEHEN

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